Book of Life - Das ideale Geschenk
 

2005
 
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Sternbilder. Eine fotografische Reise
Eckhard Slawik, Margit Röser, 39,95 Euro

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Dieses Buch wird ganz schnell zu einer zeit- und platzraubenden Angelegenheit und am besten sucht man sich gleich eine freie Stelle auf dem Teppich, wo es auch nach Stunden noch bequem ist. Sicher, es gibt viele Sternenbücher, viele sehr gute sogar, und doch sticht dieses eine so hervor, wie der Polarstern am Firmament. Auf jeder einzelnen Seite zeigt sich die ungestüme Begeisterung des Fotografen Eckhard Slawik und der Physikerin Margit Röser. Die Bilder und Erzählungen passen wunderbar zusammen und der originelle Ansatz der Sternbilder macht aus dem populärwissenschaftlichen Sternenatlas auch ein Buch über den Menschen und seine Geschichte.

Beim ersten Durchblättern bestechen zunächst einmal die fantastischen Fotografien der Sternbilder. Das ist nämlich gar keine triviale Angelegenheit, da die deutliche Erkennbarkeit von Sternenformationen weniger in den absoluten Helligkeitsunterschieden begründet liegt, sondern vielmehr Ausdruck unseres Assoziationsvermögens ist, ein Problem, das jeder kennt, der schon einmal die zur Riesenhaftigkeit aufgeblähte Sonne über dem abendlichen Horizont zu fotografieren versucht hat. Das Ergebnis ist jedes Mal enttäuschend. Als Fotograf kennt Eckhard Slawik dieses Problem und so machte er sich an die Entwicklung eines speziellen Verfahrens, das sogleich Fachleute genauso wie Laien in ihren Bann ziehen sollte. Wegen dieser "artgerechten" Darstellung des Sternenhimmels kann das Buch auf die schematischen und eher langweiligen Prinzipskizzen verzichten.

Margit Röser ist es zu verdanken, dass aus diesem Bilderbuch bald auch ein spannendes Lesebuch wird. Die Thematisierung der Sternbilder macht deshalb solchen Spaß, weil hier ja die Grenze liegt zwischen astronomischer Grundlagenforschung und kulturhistorischer Esoterik. Jedes der Sternbilder hat seine Geschichte, die wie die des Großen Wagens bis zu 15.000 Jahre alt sein kann. Und so stehen die High-Tech Ergebnisse der Weltraumforschung neben den mittelalterlichen Stichen und die Theorie der schwarzen Löcher neben den Überlieferungen aus den Anfängen menschlicher Zivilisation und wer dann bei nächster Gelegenheit in sternenklarer Nacht in den Himmel schaut, wird bald verstehen, warum die Menschen von diesem grandiosen Anblick so bewegt waren und warum sie hier immer auch die Antworten nach ihrem eigenen Schicksal gesucht haben. --J. Schüring