Book of Life - Das ideale Geschenk
 

2008
 
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Astrologische Kindheitsanalyse für

Karl Valentin

Inhalt

Prolog

Was bedeutet der Mond im Horoskop?
Was bedeutet die Sonne im Horoskop?
Was ist ein Aszendent?
    Der Aszendent von Karl im Zeichen Schütze
Was bedeutet der Merkur?
Was bedeutet die Venus?
Was bedeutet der Mars?
Was bedeutet der Jupiter?
Was bedeutet der Saturn?
Was bedeutet der Uranus im Horoskop?
Was bedeutet der Neptun im Horoskop?
Was bedeutet der Pluto im Horoskop?
Epilog

 

 

Prolog

Über die Astrologie lernen Sie das Wesen Ihres Kindes von einer kosmischen Sichtweise her kennen und verstehen. Ein Kind bringt bei seiner Geburt schon einen Erfahrungsschatz mit, mit dem es sein Leben in optimistischer Weise beeinflussen kann. In dieser Schatztruhe liegen aber auch Erfahrungen, die dem Kind im Leben zur Blockade werden können und die der junge Mensch in sein Leben so zu integrieren hat, daß er eine positive Schlußfolgerung daraus ziehen kann, die ihn zu mehr Reife im Leben bringt. Es trifft ja immer wieder zu, daß der Mensch nur an seinen Problemen wächst. Die ihm in die Wiege gelegten Talente machen ihm das Leben leichter und können ihn zu einer Meisterschaft führen - doch sie erwecken im Menschen auch die bequeme Haltung, sich nicht verändern zu müssen und nicht die Schatztruhe mit mehr Dukaten aus neuen Erfahrungen füllen zu brauchen.

Was ist nun eigentlich ein Horoskop?

Die Esoterik geht davon aus, daß das Weltall eine Zusammensetzung verschiedener Energieformen ist und diese Energien immer im Austausch miteinander stehen. Daher liegt im Weltall dieselbe energetische Stimmung wie auf der Erde vor. Den Planeten wurden bestimmte Qualitäten zugeordnet, deren Assoziationen sich jeden Tag immer wieder neu mit jeder Horoskopinterpretation bestätigen. Mit Ausnahme des Aszendenten handelt es sich um zehn Planeten (die Sonne als Fixstern und der Mond als Trabant miteingeschlossen) mit folgenden Zuordnungen:

1. Mond - der Gefühlsausdruck

2. Sonne - der Selbstausdruck

3. Aszendent - die Selbstdarstellung

4. Merkur - die Kommunikationsfähigkeit

5. Venus - die Beziehungsfähigkeit

6. Mars - die Durchsetzungskraft

7. Jupiter - der Wachstumswille

8. Saturn - die Reduktionsfähigkeit

9. Uranus - die Erneuerungskraft

10. Neptun - die Beeinflußbarkeit

11. Pluto - die Wandlungsfähigkeit

Bei einem Horoskop wird ein Abbild der kosmischen Lage der Planeten in Bezug zu den Sternzeichen für den Zeitpunkt der Geburt gemacht und zu Papier gebracht. Im Mittelpunkt des astrologischen Tierkreises steht Ihr Kind und schaut den Betrachter des Horoskops an, der vor dem Papier sitzt. Damit wird deutlich, daß das Kind in seiner eigenen Erlebniswelt steht. Im Horoskop geht es um die subjektiven Erfahrungen des Kindes und nicht um die Absichten der Menschen, mit denen es in seinem Leben zusammentrifft. Der Betrachter des Horoskops steht in objektiver Haltung außerhalb des Tierkreises und erhält über seine Vogelperspektive eine globale Schau der Erfahrungswelt des Kindes und der daraus resultierenden Lebensaufgaben.

Mit einem Horoskop kann nicht das Leben eines Menschen in seinen Einzelheiten vorhergesagt werden. Es ist durchaus möglich, daß zwei Menschen mit demselben Horoskop unterschiedliche Erlebnisse haben. Je nach dem Entwicklungsstand des persönlichen Bewußtseins und nach den Erziehungs- und Umwelteinflüssen werden sich die Erlebniswelten unterscheiden und sich die Entscheidungen des einzelnen Menschen richten. Wenn Wahrsagungen mit Hilfe eines Horoskops getroffen werden, dann sind die hellsichtigen Fähigkeiten eher beim Interpreten zu finden. Psychologische Astrologie ist als Lebenshilfe zu betrachten, nicht als Mittel, das Leben vorauszusehen.

Sie werden in diesem Horoskop für Ihr Kind eine Fülle an erzieherischen Vorschlägen vorfinden, die als Hinweis für den Erwachsenen gedacht sind, dem Kind in der Bewältigung seines Lebens und der zukommenden Lebensaufgaben helfen zu können. Außerdem soll damit bezweckt werden, daß Erwachsene über eine astrologische Sichtweise dem Kind gegenüber auch in schwierigen Situationen Verständnis entgegenbringen können.

Die in diesem Horoskop aufgeführten Beispiele können nur einen Auszug aus einer Vielzahl von Möglichkeiten darstellen. Sie sollen bei der Beschreibung der Themen behilflich sein, aber sie haben keinen direkt prognostischen Wert! Ihr Kind wird Ihnen eine Vielzahl an Überraschungen zu bieten wissen. Lassen Sie sich mit diesem Horoskop in den Melodienreigen des Wesens Ihres Kindes einstimmen.

 

 

Was bedeutet der Mond im Horoskop?

Dem Mond wird im Kinderhoroskop große Bedeutung zugemessen. Er ist Symbol für das archetypisch Weibliche, womit die Gefühls- und die Triebwelt, die grundlegenden Bedürfnisse des Menschen und die Atmosphäre des ungeborenen Kindes im Mutterbauch beschrieben werden. Das Mondhafte betrifft die tiefste Seelenschicht und erklärt damit Eindrücke des Kindes, die von ihm als Empfindungen und als Gefühlsstörungen wahrgenommen werden. Nach C. G. Jung stellt das Mondhafte das "persönliche Unbewußte" dar. In Träumen wird es bildhaft. Die frühesten Kindheitserlebnisse sind darin gespeichert, die dem Erwachsenen meist nicht mehr rational zugänglich sind.

Im Kinderhoroskop geht man davon aus, daß sich das kindliche Wesen vom Mond, als seiner emotionalen Wesensart, zur Sonne hin entwickelt - wobei die Sonne Vorstellungen, Ziele und die Selbstverwirklichung in der Welt symbolisiert. Das Baby liegt in der Wiege als Mensch mit Bedürfnissen, die es zu befriedigen gilt. Der Mond gibt Auskunft darüber, wie das Kind seine Bedürfnisse äußern kann und ob es sich in seiner subjektiven Erlebensweise auch emotional gesättigt fühlt.

Der Mond beschreibt, wie das Kind die Mutter subjektiv erlebt hat. Das Kind interpretiert gefühlsmäßig bestimmte Wesenszüge seiner Mutter, deren gute Absichten allerdings von der kindlichen Erlebensqualität abweichen können. Die Mutter-Kind-Beziehung hinterläßt nachhaltige Spuren, auch noch beim Erwachsenen. Für die Beziehungsfähigkeit im weiteren Leben sind beim Kleinkind die Erfahrungen von Geborgenheit und die damit verbundene Bildung eines Urvertrauens von essentieller Wichtigkeit

Über den Mond wird das innere Muttersuchbild des Kindes ablesbar, das besagt, welche psychische Unterstützung das Kind von der Mutter braucht und welche Erwartungen es an sie stellt, um sich emotional von ihr gesättigt zu fühlen.

Der Mond verkündet die Familienbotschaften, die das Kind - unausgesprochen oder ausgesprochen - immer wieder in seiner Erziehung erfahren wird. Dadurch wird beim Kind ein Verhaltensmuster geprägt. Die innere Wertigkeit des Kindes hängt davon ab, ob es sich von seinen Eltern angenommen oder ausgegrenzt fühlt. Diese Familienbotschaften werden in der Regel von den Eltern unreflektiert ausgesandt, da auch sie noch Relikte aus deren Erziehung sind. Die hier nachlesbaren Familienbotschaften geben den Eltern die Möglichkeit, bestimmte Erziehungsschemata neu zu überdenken.

Die Erziehung beginnt schon ab dem ersten Lebenstag mit immer wiederkehrenden Reaktionsmustern der Eltern gegenüber ihrem Kind. Über den Mond sind pädagogische Verhaltensweisen ableitbar, die den Eltern helfen, das Kind in seiner emotionalen Grundstimmung zu erreichen. Sie bieten damit Möglichkeiten an, wie man erzieherische Maßnahmen einsetzen kann, um dem Kind in seiner Entwicklung auch wirklich helfen zu können.

Da die Pubertät die Ablösung des Jugendlichen von den Eltern bedeutet, kann der Mond auch die Themen des pubertierenden Kindes beschreiben und die Möglichkeiten darlegen, wie sich die Eltern in dieser schwierigen Zeit dem Kind gegenüber verhalten und wo sie Verständnis für die Gefühlslage ihres Kindes finden können.

Der Mond als das Mütterliche gibt die Gefühlslage im Horoskop an, die Sonne als das Väterliche gibt dann einen Hinweis darauf, wieviel Handlungsstärke oder -schwäche beim Kind vorliegt, um das Gefühlte auch im Leben integrieren und verwirklichen zu können.

 

 

Der Mond von Karl im Zeichen Steinbock

Ein Kind mit dem Mond im Steinbock wirkt ernst. Als Neugeborenes sieht es nicht selten alt und runzelig aus. Man könnte die Vorstellung von einem alten Greisen bekommen. Dieser Eindruck verwischt sich aber nach wenigen Tagen. Es verbleiben dann nur noch die großen ernsten Augen, deren Farbe häufig braun ist.

Karl wird sich zu einem Menschen entwickeln, der Verantwortung übernimmt und die Regeln der Mutter akzeptiert, da er diese für plausibel hält. Er verhält sich als kleines Kind eher ruhig, um nicht aus der Rolle zu fallen. Alle von der Mutter übertragenen Aufgaben werden angenommen und auch ausgeführt. Karl gibt in der Regel vor, daß er den Anforderungen, die an ihn gestellt werden, stets gewachsen ist. Manchmal übernimmt er sich aber dabei, und kann seinen Ängsten keinen Ausdruck verleihen. So wissen die Eltern manchmal nicht, welcher psychischen Belastung er ausgesetzt ist, wenn er schon im Kindergartenalter für ein paar Stunden alleine zu Hause gelassen wird.

Wenn Karl sich vornimmt, etwas schaffen zu müssen, dann wird er das auch können. Etwaige Gefühle von Überforderung verdrängt er dabei. Da er seine psychische Belastung nicht preisgibt, werden die Anforderungen an ihn auch nicht aufhören. Die Folge kann dann sein, daß er den Bezug zu seiner emotionalen Welt unterbindet. Und die unterdrückten Ängste können Bettnässen oder materielle Verhaftungen nach sich ziehen.

Verzicht auf Schutz und Geborgenheit sind die Leistungen eines steinbockbetonten Menschen. Karl wird schon früh mit Entbehrungen konfrontiert. Vielleicht konnten seine Eltern aufgrund weiterer Geschwister oder Arbeit nicht viel Zeit aufbringen, so daß sich Karl sehr viel alleine zu beschäftigen hatte. Die Mutter war vielleicht immer gerade dann nicht verfügbar, wenn Karl ein Bedürfnis oder einen Wunsch an sie gehabt hätte. Vielleicht brauchte ein jüngeres Geschwisterchen mehr Zuwendung, so daß die Mutter, wenn der Schoß dann gerade einmal nicht besetzt gewesen wäre, wieder keine Zeit für ihr Steinbock-Mond-Kind aufbringen konnte. Die häufige Anreihung wiederholter Verzichtsforderungen schafft bei einem Kind das Gefühl der Verlassenheit: "Niemand ist für mich da!" oder "Mit allem muß ich alleine fertigwerden!".

Karl wird sich gewiß zu einem pflichtbewußten und realitätsbezogenen Menschen entwickeln. Dadurch daß er sich von seinen Gefühlen nicht übermannen läßt, kann er mit Notstandssituationen souverän umgehen. Er kann die Dinge, wenn sie ihm plausibel dargelegt werden, so sehen und annehmen wie sie sind. Das Ziel wird ihm immer wichtiger sein als der Weg, doch hat er für den Weg eine immense Ausdauer. Wenn ihm in einer schwierigen Lage ein schönes und erstrebenswertes Ziel vor Augen gehalten wird, so wird er einige Entbehrungen leisten können - Hauptsache, das Ziel kommt irgendwann einmal nahe. Die Wünsche aber, die auf dem Weg auftauchen, bleiben auf der Strecke. Mit seinem blanken Realitätssinn ergeben sich für ihn immer wieder Situationen, in denen die Pflichterfüllung sich als wichtiger darstellt als sein psychisches Wohlbefinden.

Mutter-Kind-Beziehung: Die astrologische Erfahrung zeigt, daß bei der Mutter eines Steinbock-Mond-Kindes nicht selten eine durch die Schwangerschaft bedingte psychische Belastung vorlag. Die Mutter kann dabei entweder Depressionen gehabt haben oder mit ihrer damaligen Lebenssituation unzufrieden gewesen sein. Irgendwie mußte sie sich zusammenreißen und konnte ihren Gefühlen keinen freien Lauf geben. Häufig ist in dieser Zeit der Vater des Kindes für die Mutter nicht oder nur geringfügig präsent. Das Kind macht damit im Mutterleib schon die Erfahrung, daß es für sein Dasein etwas leisten muß. Das Kind nimmt dann die Botschaften von der Mutter auf "Tu deine Pflicht!" oder "Beiß dich durch!".

Die Mutter scheint ihre Prinzipien zu haben, nach denen sie lebt und Karl erzieht. Häufig hat die Mutter dabei aber die Angst, nicht zu genügen und mehr für ihr Kind tun zu müssen, obgleich die Umstände ihr dies nicht erlauben. Sie scheint nach der Geburt ihres Kindes nun mit der Kindererziehung belastet zu sein, da sie vielleicht für den Unterhalt der Familie zu sorgen hat oder anderweitig viel beschäftigt ist. Sie sorgt aber in dem Maße für ihr Kind, daß ihm materiell nichts Wesentliches abgehen kann, doch emotional wird sich ihr Kind unterversorgt fühlen. In seiner Enttäuschung zieht es sein Fazit: "Für mich ist nichts da.!"

Muttersuchbild: Karl wünscht sich eine Mutter, die klare Linien hat und ehrlich mit ihm umgeht. Er sucht bei ihr Schutz und Halt. In ihrer kontinuierlichen Zuwendung und in ihrer Verläßlichkeit kann Karl Sicherheit finden. Die Mutter kennt sich mit den Gegebenheiten des Lebens aus, hat sich mit den Regeln der Gesellschaft vertraut gemacht und kann ihr Wissen an ihn weitergeben.

Erziehung: Ein steinbockbetonter Mensch scheint mit dem Schuldgefühl auf die Welt gekommen zu sein, daß er für sein Erdendasein auch etwas leisten muß. Ein solcher Mensch übernimmt gerne zu viele Aufgaben und fühlt sich dann überlastet. Man könnte meinen, daß der Steinbock sich eine Lebensberechtigung schaffen müßte, indem er das Gefühl von Gebraucht-Werden sucht. Er kann der Meinung sein, daß er mehr geliebt wird, wenn er immer mehr und Besseres leistet. Aus dieser Motivation heraus entwickelt der Steinbock einen starken Ehrgeiz, mit dem er sich aber auch überlasten kann.

Die Eltern können Karl vermitteln, daß sie ihn immer lieben und akzeptieren werden, auch dann, wenn er einmal nicht perfekt und fleißig ist. Schon in der Schule wird er erfahren müssen, daß die guten Schüler von manchen Lehrern bevorzugt werden, was für ihn Ansporn genug sein kann, daß er sich gute Noten erarbeiten möchte.

Sexualerziehung und Pubertät: Karl drückt seine Gefühle weniger mit Herzlichkeit als vielmehr durch seine Handlungen aus. Seine tatkräftigen Unterstützungen sind Liebesbeweise. Seine Zuwendung ist manchmal eher schroff und mit einer gewissen Unnahbarkeit versehen, da er Zärtlichkeit in der Regel meidet. In Gefühlsdingen kann sich Karl eher zurückhalten und schüchtern reagieren. Manchmal kann er aber auch zu verstehen geben, daß er seine geliebten Menschen gar nicht braucht, da er allzu viel Gewicht auf seine Selbständigkeit und auf seine Unabhängigkeit legt. Als Partner ist er aber ehrlich und hält seine Treueschwüre auf Ewigkeit. So merkt er vielleicht gar nicht, daß eine Beziehung emotional schon längst zu Ende ist, da er seinem partnerschaftlichen Versprechen weit mehr Gewicht beilegt als den Gefühlsschwankungen.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Mond im 10. Haus, zu Mond-Saturn-Aspekten, zum Saturn im 4. Haus und zum Saturn im Krebs.

 

Der Mond von Karl im ersten Haus

Persönlicher Ausdruck: Durch diese Mondstellung ist Karl als einfühlsames, sensibles Wesen definiert. Er wird die Welt eher auf sich zukommen lassen, als daß er diese nach seinem Willen und mit seiner Initiative formen würde. Er wird sich in der Welt durch Anpassung zurechtfinden können. Seine Intuition hilft ihm dabei, sein Verhalten der Lage entsprechend so anzugleichen, daß er auch Erfolg haben kann. Er kann instinktiv die Wünsche in seinem inneren Wesen an die äußeren Gegebenheiten anpassen - und erreicht so Erfüllung und Zufriedenheit. In ihm sind durchaus leidenschaftliche und heftige Gefühle verborgen, die zur gegebenen Zeit an die Oberfäche kommen und dann befriedigt werden möchten. Manchmal könnte man meinen, daß er sich wie ein Fähnchen im Wind dreht, da er sich so sehr nach seiner Umgebung ausrichtet und auch immer auf andere reagiert. Sein eigentliches Wesen wird seiner Umwelt vielleicht immer ein Rätsel bleiben, da seine Mitmenschen einen individuellen emotionalen Gefühlsausdruck vermissen.

Rollenzuweisung in der Außenwelt: Durch seine große Flexibilität wird er sich nicht auf eine Rolle in der Außenwelt festlegen lassen, da Karl sein Verhalten stets der jeweiligen Umgebung anzupassen pflegt. Wenn die Umwelt von ihm die Rolle des kleinen schutzlosen Kindes erwartet, so wird er sich hilflos und naiv geben. Sind eher seine fürsorglichen Seiten gefragt und befindet er sich unter unselbständigen und schutzbedürftigen Menschen, so kann Karl sehr wohl seine starken Seiten hervorkehren und sich um seine Schützlinge kümmern. Egal, welche Rolle er einnimmt: diese Rolle entspricht der Situation seiner inneren Bedürftigkeit: Entweder gibt er seinen Mitmenschen das, was ihm selber emotional abgeht oder er versucht auf kindliche Weise seine Befriedigung zu bekommen.

Um sich in der Welt zurechtfinden zu können, wird sich Karl immer ein Umfeld suchen, das ihm in irgendeiner Weise Geborgenheit und Vertrautheit verschaffen kann. Überall wird er sich seine Ersatzfamilie suchen und diese Ersatzfamilie auch selber erschaffen: In der Schule möchte er sich vor allem mit seinen Klassenkameraden wohlfühlen - und der Lehrer wird zum Elternersatz; im Beruf soll das Arbeitsklima freundlich und vertrauensvoll sein. Später wird er sich vielleicht eine Wohngemeinschaft suchen oder in einer kontaktfreudigen Hausgemeinschaft wohnen wollen. Je reifer er wird, umso mehr wird er eine mütterlich-fürsorgliche Rolle für seine Bekannten und Freunde übernehmen. Dabei kann es ihm aber passieren, daß er stets die Bedürfnisse seines Umfeldes stillt, doch sich zu wenig um seine eigenen Wünsche kümmert. Er funktioniert dann wie eine Batterie, die von den anderen angezapft wird - dann aber irgendwann einmal leer ist. Sein ausgelaugter emotionaler Zustand ist dann der der Depression.

Eltern-Kind-Beziehung: Bei Karl ist das elterliche Milieu prägend für sein späteres Leben. So, wie die Eltern ihn zu definieren wissen, so wird er sein Selbstbild aufbauen. Das kann sich von seinem inneren Wesen sehr unterscheiden. Die familiäre Prägung kann beispeilsweise so aussehen, daß die Eltern von ihrem Kind die Entwicklung zu einem rationalen und realitätsbezogenen Menschen erwarten. Irgendwann im Erwachsenenalter kann der nun herangereifte Mensch feststellen, daß er sich mit Struktur, Vorausplanung seines Lebens und materiellen Werten gar nicht so identifizieren kann, wie es bisher von ihm erwartet wurde. Dadurch können im erwachsenen Menschen dann schwerwiegende Krisen auftauchen, da er sein wahres Wesen mit den elterlichen Botschaften und Prägungen nicht mehr in Einklang bringen kann. Er weiß dann nicht mehr, wer er wirklich ist und wie er in der Welt zurechtkommen kann.

Erziehung: Für Karl wird in seiner Entwicklung immer wesentlicher werden, daß er erkennt, was er wirklich braucht, was er wirklich will und wo seine Grenzen gegenüber den Mitmenschen sind. Dazu ist die wichtigste Voraussetzung, daß er von seinen Eltern in seinem Wesen akzeptiert wird. Damit er seinem Wesen einen persönlichen Ausdruck verleihen kann, brauchen die Eltern viel Einfühlungsvermögen, damit das zarte Wesen von Karl nicht angesichts der Erwartungen der Eltern übersehen wird. In Karl liegt der Schatz der Sensibilität für die Wesen in der Welt begraben, den die Menschheit in unserer heutigen, praktischen und sachlichen Welt benötigt.

Pubertät: Wenn Erwachsenwerden so definiert wird, daß der reife Mensch seine eigenen, individuellen Vorstellungen in der Welt durchsetzen soll, so hat ein solches mondhaft-angepaßte Kind die größten Probleme, erwachsen zu werden. Der normale Lösungsprozeß von den Eltern ist oft erschwert, da ein solches Kind seine Gefühle und seine Ich-Definition (Identität) an seinen Eltern festgemacht hat. Ein Elternersatz ist oft im Freundeskreis zu finden. Der Teenager kann weiterhin naiv auf die Welt zugehen und sich mit seinen Freunden ein Nest der Vertrautheit bauen. Über seine Instinkte, die der Mond symbolisiert, wird er immer in irgendeiner Form mit sich selbst beschäftigt sein und die Reaktionen der Umwelt auf sich selbst beziehen. Das, was er in einer Situation fühlt, setzt er auf seine Mitmenschen um und interpretiert so seine Umwelt. Fühlt er sich in einem Umfeld nicht wohl, so hat er das Gefühl, nicht akzeptiert zu sein. Wenn er aber feststellt, daß sich jemand in ihn zu verlieben scheint, so wird er es ihm schnellstens gleichtun und eine Partnerschaft mit ihm eingehen wollen.

Astrologische Verbindungen bestehen zu zum Mond im Widder, zu Mond-Mars-Aspekten, zum Mars im 4. Haus und zum Mars im Krebs.

 

Der Mond von Karl im Trigon zum Saturn

Allgemein: Wunsch und Pflicht

Hemmnisse und Aufgaben: In Karl ist zutiefst verankert, daß er sich den Regeln der Allgemeinheit fügen soll, um ein reibungsloses Funktionieren zu gewährleisten. Schon in der Familie hat er gelernt, daß es Situationen gibt, hinter denen er seine Wünsche und Bedürfnisse hintanstellen muß, damit für die Notwendigkeiten gesorgt werden kann. Er hat die Erfahrung von Verzicht und Abwarten-Müssen kennengelernt, kann sich aber auch sicher sein, daß zu einem anderen Zeitpunkt Platz für die Berücksichtigung seiner Wünsche sein wird. Aus dieser Sicherheit heraus bezieht er seine Geduld und den Mut zum Ertragen. Irgendwo kann er sich als einen Teil der Gemeinschaft fühlen, die ihm einen Platz zugewiesen hat. Er kennt seine Aufgaben und weiß, daß auch sie für ihn sorgen wird.

Karl kann Gefühl und Arbeit voneinander trennen und wird somit fähig, seine Richtlinien und Vorgaben emotionslos durchzusetzen. Für seinen Plan braucht er nicht die Zustimmung der Mitglieder der Gemeinschaft. Auch auf die Gefahr hin, daß er sich ein paar Freunde verkrault, steht er hinter seiner Verantwortung. Er setzt seine Prioritäten auf das allgemeine und auf das familiäre Wohl, und das liegt seinem gesunden Menschenverstand zugrunde.

Da er seine Stimmungsschwankungen im Zaume halten kann und sich auch zeitweise von seinen eigenen Wünschen distanzieren kann, werden ihm Selbstdisziplin, Gründlichkeit und Realitätssinn zum Vorteil gereichen, und er wird in einer angestrebten Sache auch einen Erfolg verbuchen können.

Eltern-Kind-Beziehung: Karl empfindet seine Mutter als sachbezogen, objektiv und gerecht. Für ihn vertritt sie den Grundsatz "Gleiches Recht für alle!", womit sie aber auch in ihrer Gerechtigkeit alle beteiligten Personen über einen Kamm scheren kann. Dann wird sie nicht mehr individuell nach den Bedürfnissen und Nöten des einzelnen urteilen, und ihr Gerechtigkeitssinn bewirkt Gleichmacherei und Uniformierung. Zum Beispiel bekommen dann alle Kinder in der Familie dieselben Spielsachen geschenkt, damit es unter ihnen keine Streitereien geben kann. Die familiären Spielregeln gelten dann für alle Kinder gleich, ohne daß ein Altersunterschied berücksichtigt werden würde. So sind die Ausgangszeiten und die Auswahl des Fernsehprogrammes für alle Kinder gleich. Ausnahmen können nicht gewährt werden, da die Eltern befürchten, daß dann ihr Regelsystem völlig durcheinandergerät und die bestehenden Prinzipien über den Haufen geworfen sind. Die Mutter verhält sich konsequent in ihren Erziehungsrichtlinien. Doch zu viel Konsequenz läßt sie starr und unnachgiebig reagieren.

Karl sieht das Leben seiner Mutter nach den Notwendigkeiten ausgerichtet und lernt mehr materielle Sicherheiten wertzuschätzen. Er erfährt die Hilfe seiner Eltern eher im materiellen Unter-Die-Arme-Greifen als in einer psychischen Unterstützung.

Karl hat das Gefühl, seiner Mutter irgendwie beistehen zu müssen, indem er sie vielleicht bei der Versorgung der anderen Geschwister unterstützen möchte oder ihr mit seiner Einsicht und mit Verzichtsleistungen helfen will.

Erziehung: Damit Karl lernen kann, die positive Seite seiner Mondaspektierung leben zu können, braucht er von seinen Eltern Entscheidungsfreiheit und ihr Vertrauen, daß er in seiner Verantwortlichkeit die richtigen Wege für sich finden kann. Nur, wenn er weiß, daß er nicht seines Gehorsams wegen von ihnen geliebt wird, sondern daß sie ihn in seinem Wesen akzeptieren, kann er mit einer unbeschreiblichen Klarheit den Menschen objektiv gegenüberstehen und genau feststellen, was wer wirklich braucht.

Pubertät: Karl wird mit allen Gefühlsangelegenheiten sehr ernsthaft umgehen. Liebe ist für ihn kein Spiel, sondern eine Verbundenheit für das Leben. Er sucht sich einen treuen Partner und sieht in einer Beziehung den Schwerpunkt in der Zuverlässigkeit, da für ihn Sexualität nicht das Wichtigste im Leben zu sein scheint. Die Aufgaben in der Beziehung sollen klar abgesteckt sein und ergeben häufig eine eindeutige Rollenverteilung.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Mond im Steinbock, zum Mond im 10. Haus, zum Saturn im 4. Haus und zum Saturn im Krebs.

 

 

Was bedeutet die Sonne im Horoskop?

Die Sonne symbolisiert im Horoskop das Schöpferische. Das, woraus der Mensch schöpfen kann, ist sein Selbst, das auch als Ego bezeichnet wird. So wie die Sonne im Kosmos nach allen Seiten strahlt, so ist auch bei der astrologischen Sonne die energetische Richtung extrovertiert. Der Mensch schöpft aus seinem Selbst und bringt sein Wesen ans Licht - womit der Selbstausdruck des Individuums gemeint ist. Wille und Zielsetzung sind die Potentiale der Sonne, womit die Leitlinie im Leben des Menschen erkennbar wird. Über die Sonne begreift ein Mensch seine Vitalität und Lebensfreude. Sie ist das lebensspendende Prinzip. Über die Sonne verspürt der Mensch den Drang zur Selbstverwirklichung, die ein wesentlicher Schritt zur Individuation ist, als deren Ergebnis der Mensch für sich die Antwort auf die Frage "Wer bin ich?" finden kann.

Bei der Geburt trägt jeder Mensch ein Bild des Mütterlich-Weiblichen in sich, das im Horoskop durch den Mond symbolisiert wird, und ein Bild des Väterlich-Männlichen, vertreten durch das Sonnenprinzip. Diese Elternbilder sind Archetypen, also Urbegriffe für einen Seinszustand. Aus diesen Begriffen heraus kann man darauf schließen, wie ein Kind seinen Vater und seine Mutter erlebt.

In verschiedenen Familienkonstellationen ist der leibliche Vater nicht immer anwesend. Mit der Sonne wird aber allgemein das väterliche Vorbild des Kindes beschrieben. Jedes Kind sucht nach einer Autorität, die ihm Handlungsweisen zeigen kann, wie es seine inneren Ziele und Herzensanliegen in der Außenwelt verwirklichen kann. Von dieser als Vorbild und Identifikationsmodell erwählten Person bezieht das Kind sein Selbstwertgefühl, mit dem seine persönliche Kraft im Außen gestärkt oder geschwächt sein kann - wodurch es entweder handlungsstark oder unselbständig reagiert. In der Regel übernimmt auch noch in unserer modernen Zeit die Mutter in den ersten Lebensmonaten die emotionale Versorgung des Kindes und der Vater vertritt die Regeln und Strukturen außerhalb des kindlichen, emotionalen Erfahrungsbereiches. Im Horoskop wird durchaus angezeigt, wie ein Kind mit dem Rollentausch seiner Eltern oder mit dem Fehlen eines Elternteiles zurechtkommen kann.

In den ersten Lebensjahren werden die Eltern bei ihrem Kind hauptsächlich die unter dem Mond beschriebenen Charakterzüge feststellen können, da ein Kind als rein emotionales Wesen auf die Welt kommt und erst im Laufe der Zeit sein Ich zu entwickeln lernt. Der Mond beschreibt das Kindheits-Ich, das genährt werden möchte, und die Sonne das Erwachsenen-Ich, das sich entwickelt und gefördert werden sollte. Es gibt aber auch durchaus Konstellationen von Sonne und Mond, bei denen ein erwachsener Mensch lieber auf der emotionalen Basis des Kindheits-Iches verbleibt und sich nicht in die Selbständigkeit seines Erwachsenen-Egos hineinbegeben mag.

Um ein Kind in seiner Entwicklung optimal fördern zu können - was bedeutet, daß es die Möglichkeit erhält, alle seine Potentiale zur Wirkung bringen zu dürfen - werden hier Ratschläge gegeben, die bei der Erziehung des Kindes helfen können.

 

 

Die Sonne von Karl im Zeichen Zwillinge

Das Zwillinge-Baby und das Zwillingskind unterscheiden sich in ihrem Temperament enorm. Karl wird in den ersten Monaten seines Lebens eher beobachtend und ernst wirken. Voller Aufmerksamkeit verfolgt er jede Regung in seinem Umfeld und registriert alles angestrengt, um sich ein Bild von seiner Welt machen zu können. Möglicherweise ist er auch sehr lärmempfindlich, erschrickt bei jedem Geräusch und möchte das sofort orten. Die Eltern können den Eindruck bekommen, daß sich ihr kleines Zwillingskind sehr anstrengt, um auch ja alles in seiner Umgebung mitzubekommen.

Später entwickelt sich ein Kind mit einer Zwillings-Sonne eher zu einem Luftikus und Treibauf, der in jeder Minute einen neuen Einfall hat, was er alles spielen und ausprobieren könnte. Das Motto des Zwillings-Geborenen ist "ICH DENKE" und Karl entwickelt seine logischen Schlußfolgerungen in seinen Experimenten. Das, was für Karl reine Absicht und völliger Ernst ist, kann die Eltern zur Verzweiflung bringen, da ihre Ordnung durch die bemerkenswerte Kombinationsgabe ihres Zwillings-Kindes völlig ins Wanken gerät. Blumen werden auseinandergerupft, um zu sehen, was am Schluß noch übrigbleibt, alles mögliche Kleingetier erhält zu Beobachtungszwecken ein Quartier im Kinderzimmer und nach einer Indianergeschichte wird nur noch auf dem Boden geschlafen.

Karl ist mit seiner Zwillings-Sonne ein aufgewecktes und gewieftes Kind. Er lernt wie ein Wissenschaftler durch Beobachtung und macht so seine Studien. Alle Ergebnisse werden in ein logisches System eingereiht und von da bezieht er auch sein praktisches Denken. Sein Interesse liegt auf dem Gebiet, wie etwas funktioniert, und so kann er sich zum Meister einer Technik heranbilden.

Trotz späterer Sprachbegabung hat Karl in den ersten Jahren möglicherweise sprachliche Schwierigkeiten, da er sich mehr auf das Beobachten als auf die Wörter konzentriert. Sein Lernen geht nicht intuitiv, sondern streng logisch vor sich, wobei er über strenge Zuordnung von Dingen zu Wörtern etwas länger braucht. Er redet zwar den ganzen Tag vor sich hin, doch kann es sich durchaus um einen grammatikalischen Kauderwelsch handeln.

Zwillinge neigen dazu, Spannungen mit einem Kichern oder Lachen zu überspielen. Gefühle sind so einem Kind meistens suspekt, da sie logisch nicht so einordbar sind - und es kann sein, daß Karl von seinen inneren Regungen und Sorgen nicht viel erzählt. Ein Zwillings-Kind zieht sich vor allem dann in sein Inneres zurück, wenn auch die Eltern nicht so offen mit Gefühlen umzugehen wissen. Bei dem kleinen Zwilling erkennt man dann oftmals die innere Spannung nur am ständigen Grimassenschneiden, wenn er nur noch blödelt und wirres Zeug redet. Mit diesen Mitteln versucht ein Zwillings-Kind, seine Sorgen und Ärgernisse zu kompensieren. In der Regel ist so ein kleiner Zwilling wenig konfliktbereit und läßt sich ungern auf ernste Diskussionen ein. Gedankliche Ablenkungsmanöver lassen ihn nicht zum Kern der Sache vordringen und als Elternteil hat man es oft schwer, eine klare Auseinandersetzung zu führen. Oft sagt der Zwilling nur "Ja" und hat aber gar nicht recht zugehört, da ihm die Sache viel zu brisant erscheint. Die Leichtigkeit des Zwillings geht somit dann in Oberflächlichkeit über, mit der er nichts ernst zu nehmen scheint. Auf der anderen Seite kann er sich dann wieder ausgesprochen vernünftig geben, da er mit seinem logischen Verstand alles zu erklären versucht.

Im Zeichen Zwillinge geht es um die Wahrnehmung der Dualität der Welt. Karl nimmt die Dinge in ihren Gegensätzlichkeiten auf und geht somit auf die Suche nach der einzigen Wahrheit, die sich ihm in diesem Zusammenhang jedoch niemals bieten kann, denn jede Medaille hat zwei Seiten. Daher rührt seine Entscheidungsschwierigkeit, denn alle Möglichkeiten eines Sachverhaltes erscheinen ihm als gleichwertig. Falls er sich zu etwas entschließen sollte, so hat er den Eindruck, etwas nur halb zu machen und die andere Gelegenheit zu versäumen.

Gerade für einen Zwilling wird es daher wichtig sein, daß er immer wieder vor eine Entscheidungssituation gestellt wird, mit der er sich selbst für eine Seite der Medaille entschließt, um dann vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt die andere noch kennenzulernen. Entschlußschwäche führt zur Verzettelung vieler Möglichkeiten - und Karl fängt dies und das an und bringt nichts so recht zu Ende. Hieraus resultiert Konzentrationsschwäche, die ein Kind mit einer Zwillings-Sonne durchaus vorweisen kann. Um Handlung und Absicht miteinander abzustimmen, muß mit der Sonne zuerst eine Konzentrierung der vitalen Energie auf ein Wollen vollzogen werden. Werden die Kräfte nicht zielorientiert, so kommt es zur Fahrigkeit und Oberflächlichkeit in den Zielsetzungen. Dann ist heute dies und morgen das wichtig und die Mitmenschen unterstellen einem Zwillings-Menschen eine Doppelzüngigkeit und beschimpfen ihn der Unehrlichkeit. Der Zwilling hat aber nur das Problem, daß er in seinem Kern schon erkannt hat, daß die Welt in Polaritäten auftaucht - das ist etwas, das so mancher spirituell denkende Mensch erst später erkennt und in seine Persönlichkeit einfließen lassen möchte. Karl hat nun die Aufgabe, beide Seiten in deren Wesen kennenzulernen, was eine zeitweilige Entscheidung für das Eine erfordert, um sich tiefer einlassen zu können. Ein Zwillings-Kind liest selten ein Buch zu Ende, wobei die Eltern ihm über ihr Interesse an eben diesem Buch weiterhelfen können.

Scheint Karl endlich einmal zu einem Standpunkt oder zu einer Entscheidung gekommen zu sein, so wird er sich nicht so leicht davon abbringen lassen und sich vor allem keiner kritischen Auseinandersetzung widmen. Karl kann sich in viele Erklärungen flüchten ohne aber an den Kern der Sache zu kommen. Rational wird er alle Gründe, die zu einer Nachlässigkeit geführt haben, aufzählen, sich aber nicht für seine Vergeßlichkeit schuldig bekennen. Um nicht nur im Kopf hängen zu bleiben, braucht ein Zwillings-Kind viel Zuwendung und Zärtlichkeit, die es vielleicht ganz umständlich über Zappeleien oder Ärmelzupfen erbittet.

Karl ist sicherlich ein witziges Kind mit einem spritzigen Humor, mit dem er die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Allerdings kann er sich auch in die Rolle des Kasperls hineinmanövrieren, in der er immer Unsinn macht, um das Gelächter seiner Mitmenschen als Beifall interpretieren zu können. Alle sichtbaren und hörbaren Reize nimmt er auf und läßt sich von ihnen inspirieren und auch ablenken. Damit er zu einem inneren Pol der Ruhe kommt, wird es für Karl immer wieder wichtig werden, daß er sich allein in der Abgeschiedenheit seines Zimmers beschäftigen darf, ohne dann dabei gestört zu werden. Das sind die Stunden seiner Regeneration und Selbstfindung.

Vater-Suchbild: Karl wünscht sich ein väterliches Vorbild, von dem er viel lernen kann. Er möchte dessen Interessen teilen dürfen und mit ihm in einem regen Kontakt stehen. In seinem Vater sucht er die klare Zuordnung der Dinge und die Fähigkeit, einen Standpunkt zu haben. Mit ihm möchte er alles in der Welt ausprobieren und von ihm vor allem interessante Geschichten hören. Karl sucht nach einem väterlichen Vorbild, das klug ist und über alles Bescheid weiß.

Vater-Kind-Beziehung: Karl sieht in seinem Vater ein Vorbild, das sein Lernen unterstützt. Der Vater scheint geistig rege zu sein und vielleicht auch sportliche Ambitionen zu haben. Es kommt Karl vor, als sei er viel in Bewegung, doch nur geistig faßbar. Häufig ist der Vater eines Zwillings-Sonne-Kindes leicht reizbar und reagiert empfindlich auf Geräusche und spontane Gefühlsäußerungen des Kindes, die er als unkontrollierbares Chaos ablehnt und die ihn in seiner gedanklichen Ordnung zu stören scheinen. Karl sieht sich in der Lage, sachlich über seine emotional-psychischen Vorgänge sprechen zu müssen, um bei seinem Vater Gehör zu finden. Dadurch wird im emotionalen Bereich eine gewisse Distanz zwischen beiden entstehen, da sie ihre Herzenswärme nur über Sprache und Gedankenaustausch zeigen können.

Erziehung: Ein Zwillings-Kind wird immer wieder festgelegt werden müssen, damit es seine Versprechungen einhält und klar äußert, was nun Sache ist oder was es wirklich will. Dabei werden die Eltern ziemlich aufmerksam sein müssen, denn so ein kleiner Zwilling entwischt immer wieder mit Geschick und Tücke durch die Lücke.

Pubertät: Um zu einem eigenen Selbstbewußtsein finden zu können, löst sich ein Jugendlicher in der Pubertät von seinen Eltern psychisch ab. Die Ablösung von Karl von seinem väterlichen Vorbild wird über Diskussionen und harte Erklärungen von Standpunkten stattfinden können. Nicht selten wird Karl sogar versuchen, den anderen Pol der väterlichen Überzeugung zu vertreten, womit er einfach die zweite Möglichkeit einer Meinung auszuprobieren versucht. So kann ein erwachsener Zwilling zeitweilig sehr parteiisch werden, was ihn aber noch lange nicht davon abhält, seine Meinung wieder zu ändern, wenn er genügend Argumente für die andere Seite gesammelt hat.

An die Liebe wird sich der junge Zwillings-Mann erst einmal rational heranwagen und sich sämtliche Informationen über Jugendzeitschriften einverleiben, um dann genau darüber Bescheid zu wissen, wie sich ein erwachsener Mann einer Frau gegenüber zu verhalten hat. An seinem Image experimentiert er immer wieder herum und richtet sich nach der Erfolgsquote seiner besten Erfahrungen.

Die junge Zwillings-Frau wird sich vor allem bei einem klugen Männerkopf aufgehoben fühlen, der sie mit Witz und Geist zu betören weiß. Sie kann versucht sein, in ihrem Partner einen allwissenden und gebildeten Menschen zu suchen, den sie seiner Bildung wegen genauso bewundern möchte wie in Kinderzeiten ihren Vater.

#Astrologische Verbindungen bestehen zur Sonne im 3. Haus, zu Sonne-Merkur-Aspekten, zum Merkur im 5. Haus und zum Merkur im Löwen.

 

Die Sonne von Karl im sechsten Haus

Körperbezug und Gesundheit: Für Karl ist Gesundheit ein zentrales Thema. Bei dieser Sonnenstellung ist der Wesenskern mit den Körperfunktionen eng verbunden, so daß Persönlichkeitsstörungen psychosomatisch ausgelebt werden. Wenn sich Karl einer Aufgabe kräftemäßig nicht gewachsen fühlt oder sich überanstrengt hat, so lebt er diese Schwäche über die Erkrankung seines Körpers. Die körperliche Regeneration stellt daher ebenso eine Wiederherstellung der persönlichen Stärke dar. Die Lebensgeister sind nach einer Krankheit wieder geweckt. Chronische Erkrankungen und Allergien finden eine Ursache in der Schwächung des Selbstwertgefühls, die entweder über äußere Mißbilligung oder durch eingeschränkte Entfaltungsmöglichkeiten hervorgerufen wurde. Daher sind bei Karl ganzheitliche Heilungsmethoden sehr erfolgsversprechend, weil diese die Psyche in den Heilungsprozeß miteinschließen - wie es zum Beispiel bei der Homöopathie der Fall ist.

Einsetzen der Kräfte als Arbeit: Karl definiert sein Selbstwertgefühl durch die Arbeit. Das, was er leistet, glaubt er wert zu sein. So ein Kind ist in der Regel sehr fleißig und kann selbständig die ihm aufgetragenen Arbeiten erledigen. Da für Karl die Anerkennung seiner Arbeitsleistung so zentral wichtig ist, neigt er zu perfektionistischen Ansprüchen, da er Mängel unbedingt vermeiden möchte. Jede Kritik seiner Arbeitsqualität wird persönlich genommen und als Abwertung seiner Person gesehen. Daher liegen ihm die ihm aufgetragenen Verpflichtungen stets auch am Herzen, so daß er in der Arbeit aufgehen kann. Im Extremfall entwickelt sich hier im Erwachsenenalter ein sogenannter "workoholic", der sich nur noch über Arbeit definieren können, da er kein eigenes Selbstwertgefühl hat.

Vater-Kind-Beziehung: Bei dieser Sonnenstellung wird der Vater in der Regel als Mensch wahrgenommen, der nach außen hin ordentlich ist und auf Sauberkeit und Präzision viel wert legt. Er lebt wohl nach dem Motto "Ordnung ist das halbe Leben" - wobei die Bereiche, in denen er so viel Wert auf Ordnung legt, mehr vom Sonnenzeichen bestimmt werden. Karl nimmt ihn als arbeitswilligen und fleißigen Menschen wahr, der aber auch mit praktischem Geschick die Dinge in den Griff bekommt. Er scheint nach gewissen Systemen vorzugehen, die er Karl weitergibt. Alles hat einen praktischen Sinn und steht an einem konkreten Platz. Der Vater scheint von Karl Gehorsam, Vernunft und Unterordnung in sein vorgegebenes System zu verlangen. Damit kann er aber die Meinung und die individuellen Gepflogenheiten seines Kindes nicht akzeptieren und verlangt von ihm Integration. Daher ist Karl sehr stark an das väterliche Wertesystem gebunden, denn jedes Abweichen wird mit Mißgunst bestraft. Der reibungslose Ablauf in der Familie scheint dem Vater wichtiger zu sein, als die Berücksichtigung emotionaler Verfassungen seines Kindes. So lernt Karl seine eigenen Ansprüche und Anliegen für eine gemeinsame Sache hintanzustellen und entwickelt daraus seine große Arbeitskraft. Auf der anderen Seite verliert er aber immer mehr an Lebensfreude und Vitalität, da es für ihn keine Herzenswünsche mehr gibt, sondern nur noch Lieblingsbeschäfigungen.

Erziehung: In der Regel muß man sich bei einem Kind mit der Sonne im 6. Haus keine Sorgen machen, daß es später seinen Lebensunterhalt einmal nicht bestreiten könnte. Solche Kinder sind im allgemeinen zuverlässig und auch arbeitswillig. Wichtig ist nur, daß Karl über seine täglichen Aufgaben, die er auch in der Familie unbedingt braucht, beachtet wird. Für sein Selbstwertgefühl ist allerdings wichtiger, daß er nicht nur wegen einer perfekten Arbeit gelobt wird. Er braucht immer wieder das Gefühl, daß daß die Eltern froh sind, daß er da ist und nicht weil er ihnen nur nützlich erscheint.

#Astrologische Verbindungen bestehen zur Sonne in der Jungfrau, zu Sonne-Merkur-Aspekten, zum Merkur im 5. Haus und zum Merkur im Löwen.

 

Die Sonne von Karl im Sextil zum Mars

Allgemein: Eigenwille und Durchsetzungskraft

Leitlinien und Willensäußerung: Karl hat das Bedürfnis, sein Leben aktiv gestalten zu wollen. Er verfügt über eine Menge an Tatkraft und Elan, mit denen er seine Vorhaben durchsetzen kann. Karl wird aber selten überstürzt oder völlig unüberlegt reagieren, da er sein Verhalten reflektieren kann. Trotzdem handelt er spontan und zielorientiert, denn er weiß genau, was er will. Die Ziele, die er sich steckt, wird er erreichen wollen, allein schon weil Niederlagen ihn bis in den Kern seines Wesens hinein berühren und aufwiegeln. Im Leben geht es ihm um das Siegen. Dafür kann er die notwendigen Voraussetzungen an Durchhaltevermögen aufbringen. Je wichtiger es ihm erscheint, eine Sache durchzustehen, desto beherzter und stürmischer wird er sie vertreten. In der Regel sind seine inneren Ziele mit Abenteuer und Wettbewerb verbunden. Karl möchte sich messen können und seine Tapferkeit beweisen. Im Sport kann er durchaus hervorragende Leistungen erzielen, vor allem in Wettbewerbskämpfen. Allerdings wird Karl zielgesteuert seine eigenen Angelegenheiten verfechten und wenig Sinn für soziale oder gar selbstlose Belange haben.

Vater-Kind-Beziehung: Der Vater wird von Karl als erfolgreich und wettbewerbsorientiert erlebt. Er möchte von seinem Sohn sehen, daß er zeigt, was er kann, wobei von ihm das Können sehr subjektiv bewertet wird. Der Vater wird als sportlich und mutig wahrgenommen. Mit ihm kann Karl einige Abenteuer bestehen, bei denen er durchaus merkt, daß dabei alles Handeln vom Vater gut abgeschätzt und nicht blind und waghalsig ist.

Karl kann von seinem Vater lernen, wie man sich durch das Leben schlägt und dabei stets seinen eigenen Vorteil herausholt. Der Vater scheint ihm aber schon zu vermitteln, daß er mit Weichlingen oder mit Duckmäusern und Angsthasen wenig am Hut hat - womit er Karl dazu auffordert, innere Ängste zu überwinden. Er scheint es nicht ertragen zu können, wenn Karl sich hilflos gibt oder in einer Verzweiflung zu Tränen gerührt ist. In solchen Fällen erfährt er seinen Vater als Pragmatiker und Realisten, der stets für alles eine Lösung hat und keine Gefühlsduseleien ausstehen kann. Das gibt Karl einerseits Kraft und Mut, da er lernt, auch schwierige Situationen mit Zuversicht und Willen zu meistern. Auf der anderen Seite fühlt er sich in seinen inneren Gefühlsregungen von seinem Vater nicht verstanden, denn auch praktische Lösungen können über so manchen Verlust nicht hinweghelfen. Der Vater aber vertritt in so einem Falle den Standpunkt, daß Menschen und Dinge austauschbar sind, weil es ihm in der Hauptsache um die Erfüllung seines Willens geht, der im Zweifelsfalle auch über Ersatzobjekte zu bekommen ist.

Karl erlebt seinen Vater als streng, da der seinen Willen klar durchsetzen möchte und teilweise auch bedingungslos sein kann. Er wird aber von Karl nicht unbedingt als hart und starr erlebt, da der Vater in wichtigen Angelegenheiten seines Sohnes manchmal doch zu überzeugen ist, allerdings mit einem hohen Energieaufwand, da der Vater niemals zu schnell nachgibt. Er honoriert die Durchsetzungskraft und Ausdauer seines Kindes, wenn er auch einmal von seinem Standpunkt abläßt.

Durchsetzungskraft: Karl ist vital genug, um seine Ziele zu verwirklichen. Dabei ist es bei ihm oft eine Gratwanderung, ob er nun seine Herzensangelegenheiten verfechtet oder ob er sich als Boss aufspielen möchte. Er besitzt Autorität durch seine Handlungsbereitschaft und durch sein selbstsicheres Auftreten. Allerdings möchte er selbständig und unabhängig sein und seine eigenen Interessen wahren. Zu Kompromißlösungen ist er nur im äußersten Notfall bereit, die ihm aber im Innersten stets als Kapitulation vorkommen.

Sexualverhalten und Pubertät: In der Partnerschaft zeigt Karl nicht immer genügend Einfühlungsvermögen, da er seine eigenen Vorstellungen doch mehr verwirklicht sehen möchte. Diplomatie und Fingerspitzengefühl kann er nur in Ausnahmefällen aufbringen, wenn ihm nämlich die Bereitschaft des Partners wichtiger ist als sein Siegergefühl. Karl zeigt sich in der Beziehung sehr aktiv und möchte sich mit seinem Partner gerne messen, so daß der nicht unbedingt derjenige sein soll, der Karl stets gleich nachgibt. Karl liebt die Reibung und die Auseinandersetzung, doch der Partner soll nicht unbedingt stärker sein als er selbst.

Ein Junge mit dieser Marsaspektierung neigt zum Macho-Gebahren und möchte als vitaler und potenter Mann gesehen werden.

Ein Mädchen mit dieser Marsaspektierung kann in Partnerschaften immer wieder in Rivalitätskämpfe mit dem anderen Geschlecht geraten, da es sich nicht in die weibliche Rolle der nachgebenden und angepaßten Frau begeben mag. Das Verhältnis des Mädchens zu seinem Vater kann sich durchaus in der gegengeschlechtlichen Partnerbeziehung widerspiegeln, indem sich die junge Frau so verhält, wie sie glaubt, daß sie den Erwartungen ihres Vaters genügen könnte. Je mehr die männlichen Seiten in der Erziehung von ihm betont wurden, desto schwieriger wird sich eine Partnerschaft gestalten, da sich die junge Frau einen starken Partner wünscht, über den sie aber auch herrschen möchte.

Erziehung: In der Erziehung wird wahrscheinlich auf Durchsetzungsvermögen und Willensäußerung viel Wert gelegt werden. Doch sollten die Attribute der Rücksichtnahme und der sozialen Einstellung - der Gleichwertigkeit der Menschen untereinander - nicht zu kurz kommen. In seiner Persönlichkeitsstruktur bringt Karl vor allem Willensstärke mit, so daß er eher die Eigenschaften für ein harmonisches Zusammenleben zu lernen hat.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Mars im Löwen, zum Mars im 5. Haus, zur Sonne im 1. Haus, zur Sonne im Widder und zum Widder-Aszendenten.

 

Die Sonne von Karl in Konjunktion zum Jupiter

Allgemein: Selbstverwirklichung und Wachstum

Leitlinien und Willensäußerung: Karl gibt sich sehr kontaktfreudig und warmherzig. Voller Zuversicht geht er in die Welt hinaus und ist der Überzeugung, daß sich alles zu seinem Vorteil entwickeln wird. Karl besitzt ein tiefes Vertrauen in seine eigene Kraft und in das Leben an sich. Die Mitmenschen hören ihm automatisch zu, wenn er spricht, und kommen ihm mit Wohlwollen entgegen, da er sie mit seiner positiven Ausstrahlung in seinen Bann zieht. Seine Wünsche kann er klar formulieren und diese sind mit seinen inneren Zielsetzungen im Einklang, so daß er sehr wohl den Sinn und Zweck seiner Äußerungen kennt. Da er mit einer Selbstverständlichkeit auszudrücken weiß, was er für sein Glück noch alles braucht, wird ihm auch kaum ein Wunsch abgeschlagen werden. Er besitzt Charisma und mit einer magischen Anziehungskraft steht er automatisch im Mittelpunkt, ohne sich selbst darum bemühen zu müssen.

Vater-Kind-Beziehung: Zwischen Vater und Sohn kann viel Herzlichkeit Platz haben. Sie haben miteinander eine tragfähige innere Verbundenheit, da Karl den Idealen und Grundsätzen seines Vaters folgen wird. Seine Ansichten sind für Karl maßgeblich, da er seinen Vater aus seinem Innersten heraus als eine Autorität betrachtet, die ihn durch Jovialität und gewichtige Ausstrahlung beeindruckt. Die Erwartungen des Vaters sind für Karl maßgeblich - und er wird darauf bedacht sein, seinen Vater nicht zu enttäuschen. Daher liegen auf ihm hohe Erwartungen, was sein Fortkommen in der Welt angeht - denn der Vater wird seine Ideen und Ideale über sein Kind zu verwirklichen suchen. Karl soll eine höhere Schulbildung erhalten und vielleicht die Laufbahn einschlagen, von der der Vater glaubt, daß sie Ruhm und Ehre einbringt - was er vielleicht gerne für sich selber verwirklicht gehabt hätte.

Der Vater vermittelt Karl, daß die Welt unendlich viele interessante Dinge zu bieten hat, die man in seinem Leben nicht auslassen sollte. Damit ist der Vater vermutlich derjenige aus der Familie, der im Kind die Neugierde weckt und fördert. Für ihn scheint es keine Langeweile zu geben und das vermittelt er auch seinem Sohn. Karl bringt seinem Vater eine innere Ehrerbietung entgegen, die den Vater aber auch in einem verklärten Licht erscheinen läßt, so daß Karl dessen schwache Seiten kaum wahrnehmen kann und ihn auf den Sockel der Glorifizierung stellt. Das Verhältnis zu seinem Vater läßt keine Kritik zu.

Vorbilder und Wachstumschancen: Karl erwählt als sein erstes und wohl auch bedeutendstes Vorbild den Vater. Seine Überzeugungen beeinflussen ihn zeitlebens. Karl nimmt die Aufmerksamkeit, die man seiner Persönlichkeit schenkt, wahr und möchte auch selber einmal eine Autorität werden. Im weiteren Leben kommt er immer wieder mit Vorgesetzten in Kontakt, die dann teilweise auch zu seinen Idolen werden können. Somit kann die positive Ausstrahlung eines Lehrers in der Schule ihn dazu bringen, das Lehramt in Angriff nehmen zu wollen. Egal, was Karl auch unternimmt: wenn es aus seinem Herzen herauskommt, ist ihm der Erfolg sicher - und die Menschen um ihn herum werden ihm ihre Aufmerksamkeit schenken wollen.

Erziehung: In gewisser Weise ist für Karl der Vater unantastbar und er wird sich ihm immer - egal, was auch passiert - ganz tief verbunden fühlen. Der Vater - oder die stellvertretende väterliche Autorität - sollte sich aber seines persönlichen Einflusses bewußt sein, den er mit viel Verantwortung gegenüber seinem Sohn anbringen sollte. Es kann sich nämlich eine Erfolgsschraube entwickeln, die von den väterlichen Erwartungen nach "immer mehr" geschraubt wird, so daß zwar nicht selten wohl geförderte Starkinder daraus erwachsen können, die für ihren Vater aber auch ein großes Stück ihrer Kindheit verschenkt haben.

Astrologische Verbindungen bestehen zur Sonne im Schützen, zur Sonne im 9. Haus, zum Jupiter im 5. Haus und zum Jupiter im Löwen.

 

Die Sonne von Karl im Quadrat zum Uranus

Allgemein: Selbstzentrierung und Exzentrik

Leitlinien und Willensäußerung: Für Karl ist der Wunsch nach Freiheit und Ungebundenheit sehr stark. Er kann sich nicht festlegen und jede Verpflichtung ist ein Grund, daraus auszubrechen. Vor allem möchte Karl seinen eigenen Rahmen stecken und sich nicht von außen bestimmen lassen. Daher verläuft bei ihm das Leben voraussichtlich etwas unruhig, da es von vielen Neuanfängen und Umstürzen begleitet ist.

Für Karl selbst ist das allerdings weniger bedauernswert, weil er diese Veränderungen selber anzettelt und jeden Abbruch als Befreiung ansieht. Da er aber wenig Durchhaltevermögen hat, erweist er sich als kaum konfliktfähig. Er löst seine Probleme, indem er sich von der Sache abhebt oder von der konfliktträchtigen Person trennt. Dadurch kann er nur sehr schlecht den Anteil seines eigenen Verschuldens an einem Versagen kennenlernen: - und er ist in der Regel nicht zu einer Analyse bereit.

Vergangenes ist für ihn vergangen, und somit werden alte Verhaltensmuster nicht reflektiert - werden sich aber stets in anderen Varitationen wiederholen. Alles, was ihm von außen eine Disziplin auferlegt oder die Einhaltung einer Ordnung und gar Routine abverlangt, lähmt Karl in seiner Vitalität und schnürt ihm - manchmal im wahrsten Sinne des Wortes - die Luft ab. Karl will sein Leben frei bestimmen. Auch in einem sozialen Rahmen kann ihm das gelingen, wenn ihm die eigenen Individualität gewährleistet wird.

Vater-Kind-Beziehung: Mit dieser Uranusaspektierung vermißt Karl in der Regel die herzliche Nähe zu seinem Vater. Zwischen dem Vater und seinem Sohn liegt eine gefühlsmäßige Distanz und das Vertrauensverhältnis ist eher förmlich und oberflächlich. Karl kann seinen Vater nicht recht zu fassen bekommen, wenn der ihm stets ausweicht. Vielleicht entzieht sich der Vater Auseinandersetzungen, die seiner Meinung nach nichts bringen, oder er verschanzt sich hinter weiteren Verpflichtungen. Es ist auch möglich, daß er nach einem Streit mit seinem Sohn sich bei der nächsten Begegnung so verhält, als sei nichts vorgefallen, womit sich Karl nicht ernst genommen fühlt und ins Leere läuft. Der Vater kann aber auch allen emotionalen Ausbrüchen seines Kindes mit kühler Sachlichkeit begegnen und sich damit auf eine übergeordnete Stufe stellen, auf der das Kind in dieser momentanen Verfassung nicht erreichbar sein kann.

Karl wird versucht sein, mit allen Mitteln und Provokationen den Vater aus seiner Reserve zu locken, was ihm aber nicht allzu oft zu gelingen scheint. Karl wird vielleicht feststellen, daß der Vater von ihm immer weiter wegrückt, je mehr er auf ihn zuzugehen versucht. Beide scheinen eine verschiedene Sprache zu sprechen, die eine Verständigung nicht zuläßt. Karl sieht sich in seinem Wesen von seinem Vater nicht genügend akzeptiert und kann sich sogar von ihm zurückgestoßen fühlen. Karl kann glauben, daß der Vater ihn nur akzeptiert, wenn er sich auf dessen Seite stellt. Allerdings kann Karl nur schwerlich eine klare Position seines Vaters herausfinden, wenn der sich ihm gegenüber wiederum unparteiisch und offen verhält. Seiner Meinung nach hält der Vater sich aus allem heraus oder wälzt die unangenehmen Entscheidungen, die seinen Sohn betreffen, auf dessen Mutter oder andere Betreuungspersonen ab. Irgendwie ist der Vater für ihn nie so richtig da, da es mit ihm keinen Frontalaufprall geben darf. So fühlt sich Karl durch die väterliche Distanzierung sich selbst überlassen.

Erneuerndes Kraftpotential: Mit dieser Uranusstellung ist Karl voraussichtlich sehr einfallsreich und in seinen inneren Entscheidungen spontan. Allerdings duldet er in Herzensangelegenheiten und in einmal gewonnenen Klarheiten keinen Aufschub. Dann erzielt er eine bisher noch ungeahnte Dynamik, mit der er sein Ziel erreichen möchte.

Erziehung: Karl baut die Vater-Kind-Beziehung in sein späteres Beziehungsverhalten mit ein und wird mit sich Distanz, Rückzug oder auch mit Kaltschnäuzigkeit aus emotional annähernden oder einengenden Situationen zu befreien suchen. Karl sehnt sich nach Beachtung seiner Persönlichkeit, indem er sich mit seinem Vater reiben und in einer Auseinandersetzung mit ihm zusammen zu einem Ergebnis kommen möchte. Dabei kann sicherlich ein Konsens möglich werden, wenn beide Persönlichkeiten versuchen, den Standpunkt des anderen zu akzeptieren und nicht der eine mit einer inneren Abwertung den anderen einfach stehen läßt.

Astrologische Verbindungen bestehen zur Sonne im Wassermann, zur Sonne im 11. Haus, zum Uranus im 5. Haus und zum Uranus im Löwen.

 

 

Was ist ein Aszendent?

Der Aszendent ist das Tierkreiszeichen, das gerade am östlichen Horizont zur Geburtsminute des Kindes aufgeht (ascendere = aufsteigen). Der Aszendent verändert sich alle 4 Minuten um 1 Grad und ist somit das im Horoskop sich am schnellsten verändernde Merkmal. Deshalb sollte die Geburtszeit des Kindes so genau wie möglich bei der Berechnung angegeben werden. Wenn mehrere Kinder am selben Tag im gleichen Ort zur Welt gekommen sind, so unterscheiden sich deren Horoskope vor allem durch den Aszendenten voneinander.

Man könnte sich den Aszendenten als ersten Lichtstrahl, als erstes energetisches Lichtbündel vorstellen, das auf das Wesen des Kindes einstrahlt und von dem der erste Eindruck von der Welt geprägt ist. Der Aszendent fungiert für das Kind wie eine durchlässige Membran oder ein Filter, durch das die Umwelteinflüsse auf das Kind einwirken. Je nach der Art der Färbung durch das Sternzeichen, in dem der Aszendent selber steht, dürfen diese Einflüsse hineingelassen werden. Andererseits bestimmt der Aszendent auch das spontane, nicht regulierte Verhalten des Kindes gegenüber seiner Umwelt, das auch die Farbe des Aszendentenfilters trägt. Diese Färbung bringt das Kind in eine Rolle, die es in seiner Umwelt einnimmt.

In der äußeren Welt des Menschen existieren viele verschiedene Schwingungen. Jeder Vorgang wird mit mehreren Schwingungsqualitäten begleitet. Der Aszendent prüft die Schwingungsqualität eines Ereignisses in der Außenwelt und läßt nur die dem Aszendenten adäquaten Schwingungsarten in das Wesen des Menschen hineindringen. Der Mensch ist damit fähig, die äußeren Vorgänge als Erfahrungen einzuordnen. Durch die Filterung der äußeren Schwingungen durch den Aszendenten sind die Erfahrungen des Menschen subjektiv, was besagt, daß ein und dasselbe Ereignis von verschiedenen Menschen unterschiedlich erlebt und bewertet werden kann.

Auf der anderen Seite aber dringen die energetischen Ströme, die dieselben Schwingungsfärbungen haben wie der Aszendent, ungehindert über den Filter in das innere Wesen des Kindes ein, so daß man auf die Qualität der Erfahrungen des Kindes schließen kann, die sein Schicksal und sein Leben bestimmen werden.

Somit verbindet der Aszendent das innere Wesen des Kindes mit der äußeren Welt. Sehen wir den Aszendenten als ein Tor zum Horoskop des Kindes an, so werden die Begrenzungen des Daseins als Auswahl der Fähigkeiten des Kindes erkennbar.

Der Aszendent hat auch die Aufgabe, das Einströmen beeinflussender Faktoren mit dem Ausströmen von Wesensäußerungen in Balance zu halten. Wenn zu viele Eindrücke einströmen, so muß sich das Kind zu sehr an die Umwelt anpassen und verliert den inneren Bezug zu seiner Mitte. Falls alle Wesensinhalte nach außen strömen, so fühlt das Kind eine innere Leere, fühlt sich unverstanden und der innere Reifungsprozeß kann nicht stattfinden, da alles schon in die Außenwelt getragen wurde. Die Außenwelt reagiert auf den Wesensausdruck des Kindes und verwehrt ihm damit die Chance eines eigenen, inneren Standpunktes. Das Kind ist dann mit Vorurteilen von seiten seines Umfeldes belastet. In beiden Fällen kann der Mensch seine inneren und äußeren Erfahrungen nicht mehr einordnen und verliert die Fähigkeit, "richtig" zu handeln, d. h. eine Entscheidung zu treffen, die die Zusammenfassung der inneren und äußeren Umstände darstellt.

 

 

Der Aszendent von Karl im Zeichen Schütze

Ein Mensch mit einem Aszendenten im Zeichen Schütze ist geistig und körperlich immer in Bewegung. Er neigt eher zu einer kräftigen, körperlichen Statur, und im Pubertätsalter bilden sich wohlgeformte Muskeln aus, die über viel sportliche Betätigung antrainiert wurden. Krafttraining oder Bodybuilding bewirken, daß Karl seine Energie kanalisiert. Körperlich wendig und geschickt wird er sich für Sportarten mit erforderlicher Reaktionsgeschwindigkeit eignen. Das Schütze-Zeichen wird mit einem Pferdemensch, dem Zentaur, symbolisiert, und tatsächlich entdeckt man häufig bei schützebetonten Menschen die Liebe zum Pferd und stellt eine große Geschicklichkeit beim Reiten fest. Im Symbol schießt der Zentaur einen Pfeil in den Himmel. Diese darin dargestellte Konzentration mit einem inneren Ziel kann der Schütze-Aszendenten-Mensch bei allen Zielsportarten umsetzen (Bogenschießen, Wurfspiele).

Dem Zeichen Schütze sind die Hüften und die Oberschenkel zugeordnet. Tatsächlich zeigt schon das schützebetonte Kind viel Kraft in den Oberschenkeln, die meistens auch muskulös ausgebildet sind. Die Beweglichkeit in den Hüften ist normalerweise locker. Wenn das Kind aber über Erziehungseinflüsse dazu neigt, sich von seinem "Pferdeleib", der ein Symbol für die animalische Triebwelt ist, zu trennen, so können Haltungsfehler oder Hüftprobleme den unterbrochenen Energiefluß bezeugen. Da ein schützebetonter Mensch zu Übertreibungen neigt, sollten die Eltern bei ihrem Kind immer auf genügenden Schlaf achten - denn im Schlaf regeneriert sich sein Abwehrsystem. Karl liebt die Fülle und zeigt sich beim Essen recht heikel, so daß er sich sehr einseitig ernähren kann, wenn die Eltern bei ihm nicht auf eine gesunde Mischkost bestehen.

Karl verfügt über ein unendliches Maß an Energie und Kraft, die es aber zu kanalisieren gilt. Wenn das Kind einmal ein Ziel gefunden hat, so kann es mit viel Energie zu dessen Erreichung beitragen. Im Kindesalter werden meist sportliche Ziele gewählt. Die Feinmotorik ist aufgrund der äußeren Unruhe und des ständigen Bewegungsdranges meistens erst ein wenig später optimal ausgebildet, so daß der Erstkläßler beim Schreiben der Buchstaben anfangs etwas mehr Schwierigkeiten haben kann als seine Mitschüler. Daher sollte bei Karl das Selbstvertrauen vor allem auf diesen Gebieten bestärkt werden, in denen er ein Talent schon mitbringt: nämlich im Sport. Später geht es dem Schütze-Menschen vermehrt um den globalen Zusammenhang von Wahrheiten in der Welt und er befaßt sich mehr über Vorbilder und Idole mit geistigen Themen.

Die Erfahrungen eines schützebetonten Kindes haben etwas mit Bedeutsamkeit zu tun. Das Kind möchte in seiner Umgebung eine Bedeutung haben - und fühlt sich daher zum Wachsen geboren. Es meint dann, schneller groß werden zu müssen, wenn es sich in der Familie als unbedeutend erlebt oder wenn seine Eltern an es hohe Erwartungen knüpfen. Eine Folge solcher Entwicklungsbeschleunigung ist dann, daß der Schein des Menschen größer sein soll als das Sein. So ein Kind gibt ein Können vor, das es in Wahrheit nicht vorweisen kann, und macht seiner Umgebung über Lügen und Betrügereien etwas vor. Seine Mitmenschen haben ihm gegenüber zwar ein ungutes Gefühl, können ihm aber seine Unwahrheiten nicht so leicht nachweisen, denn es reagiert geschickt und schnell in seinen Ausflüchten. Seine optimistische Ausstrahlung macht es allerdings bei den Mitmenschen sehr glaubhaft.

Erziehung: Durch seinen Überschuß an Energie kommt das schützebetonte Kind in die Gefahr, zu Übertreibungen zu neigen. Entweder konzentriert es sich zu stark auf seinen "Pferdeleib" und es neigt zu sportlicher Ausbeutung seines Körpers oder es ißt einfach zu viel. Wird mehr der ideelle Bereich überbetont, so kann es sich zu einem Idealisten und geistigen Höhenflieger entwickeln, dem der Bezug zur Realität völlig entglitten ist. Vernünftige Verhaltensregeln sollen im Kind Körper und Geist miteinander verbinden helfen.

Die Erfahrungen eines schützebetonten Kindes sind auch mit ethisch-moralischen Grundsätzen belegt, die es auf seiner Suche nach einer sinnvollen Welt begleiten. Lebt es einen oben genannten Exzeß aus, so erfährt es in seinem Leben von den verschiedensten Seiten her immer wieder Sanktionen, da es sich aufgrund seiner Übertreibungen in nicht erlaubte Gebiete hineingewagt hat.

Der dem Zeichen Schütze zugeordnete Edelstein ist der Hyazinth und das entsprechende Metall das Zinn.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Jupiter im 1. Haus und zu Aszendent-Jupiter-Aspekten.

 

 

Was bedeutet der Merkur?

Merkur beschreibt die Qualität der Kommunikation im Allgemeinen. Kommunikation auf der Ebene des Interessensaustausches zeigt die geistige Beweglichkeit eines Menschen an. Die Interessensgebiete werden mit dem Haus gedeutet, in dem Merkur steht.

Einerseits bedeutet Kommunikation die Übermittlung einer Nachricht. Somit kann man aus dem Zeichen, in dem Merkur steht, die mentale Auffassungsgabe eines Kindes und dessen Verarbeitungsweise einer Information ablesen. Wenn man weiß, wie ein Kind Informationen aufnimmt und einordnet, so kann man gezielte Lernhilfen geben, denn der Erwachsene kann sich in das Denksystem des Kindes einklinken. Die mentale Begabung kann sich bei einem Kind entweder eher in sprachlicher Hinsicht oder als Meisterschaft bei Puzzlespielen zeigen. Das hat alles nichts mit dem Intelligenzquotienten zu tun, sondern sagt etwas über die Art der mentalen Begabung des Kindes aus. Manche Kinder gehen rein logisch an das Wissen heran, andere eher mit den Sinnen, wieder andere brauchen einen Bilderbezug.

Andererseits ist Kommunikation in der Kontaktaufnahme des Kindes zu seinen Mitmenschen wirksam, so daß Merkur die rationale Haltung dieses Kindes zu seiner Umwelt beschreibt. Diese kann entweder zweckorientiert, beziehungsgerichtet oder auch spielerisch und neugierig sein.

 

 

Der Merkur von Karl im Zeichen Krebs

Da Krebs den Wasserzeichen zugeordnet ist, wird hier auf ein persönliches Gefühlserleben hingedeutet. Die emotionale Ausgangslage des Menschen, die momentane Gefühlsverfassung, das Geborgenheitsgefühl in der Beziehung, ja die Prägung in der Mutter-Kind-Beziehung nehmen hier großen Einfluß auf die Kommunikationsfähigkeit im allgemeinen.

Kontaktfähigkeit: Alles, was von außen kommt, wird zuerst durch den subjektiven Filter der Gefühlswelt hindurchgeschickt. Karl ist daher sehr zart besaitet und bezieht alles, was in seiner Umwelt geschieht und gesprochen wird, auf sich. Familienbotschaften sind ganz stark prägend. Wiederholen sich Äußerungen von Erwachsenen wie z. B. "Das mußt du doch endlich begriffen haben", so fühlt es sich dumm und abgelehnt. Eine Kontaktaufnahme verläuft erst einmal in sehr schüchterner, zurückhaltender Weise. Erst wenn die Personen vertrauter sind, taut Karl auf. Da Karl sehr gefühlsorientiert ist, wird er erst versuchen, zu erspüren, wie es in seinem Gegenüber aussieht und was dieses gerade brauchen könnte. Freude kann dieses Krebs-Merkur-Kind mit einem innigen und glucksenden Lachen zum Ausdruck bringen.

Denkmuster und Lernhilfen: Da die Gefühle den unbewußten Bereich des Menschen berühren, besteht hier eine Tendenz, daß die Informationen eher unterschwellig aufgenommen werden und über Gefühle in die Erinnerung eingeordnet werden, was sich dann als gutes Gedächtnis zeigt. Die Beziehung zu dem Informationsübermittler ist wesentlich dafür, ob und wie eine Information verstanden und verarbeitet wird. Wenn Karl spürt, daß er sich bei einem Lehrer nicht geborgen fühlt, so wird er den Lernstoff nicht aufnehmen können, da er im Inneren mehr damit beschäftigt ist, die krisenhafte Beziehung zu verkraften, als motiviert einen Lernstoff in sich hineinzulassen. Der Austausch zwischen Eltern und Lehrern wird hier wichtig, damit der Lehrer über die psychische und soziale Situation des Kindes informiert ist und sein Verständnis dem Kind gegenüber mehr Vertrauen in seine Beziehung zu ihm einfließen läßt. Sobald das Kind einen auffallenden Leistungsabfall zeigt, kann das auf psychische Probleme hindeuten, wobei man sich dann in schwierigen Fällen nicht scheuen sollte, die Erziehungsberatung oder den Schulpsychologen zu befragen. Die Leistungen von Karl sind sehr stark auch seinen inneren Rhythmen unterworfen, so daß der Biorhythmus eine große Rolle spielt. In der Vorpubertät und besonders in der Pubertät sind bei Mädchen Schwankungen aufgrund des Hormonhaushaltes, der inneren Entwicklungsvorgänge und des Menstruationszyklus in den rationalen Prozessen spürbar. Falls Karl von einem Gefühlsproblem belastet ist, so zieht er sich wahrscheinlich in seine Gedankenwelt zurück, wird grüblerisch und kann keine neuen Informationen von außen aufnehmen, da die Antenne nicht ausgefahren ist.

Weil das Denken aus dem Unbewußten kommt, träumt ein solches Kind auch sehr angeregt und bilderreich. Die Eltern sollten sich für die Träume von Karl interessieren und auf der kindlichen Symbolebene über die Träume reden: Interpretationen sind hier fehl am Platze und können aus kindlicher Sicht nicht verstanden werden.

Spielzeug: Spielzeug, das das Familienleben widerspiegeln läßt (Puppen, Kochgeschirr, Tiere - lebendig oder als Stofftier, Duplo-Zoo). Bücher, die eine Elternbeziehung und Gefühle beschreiben (Jan und Julia-Bücher von Margret Rettich, "Kinder aus Bullerbü" von Astrid Lindgren) eignen sich auch gut. Gefühle können im Malen und im Rollenspiel ausgelebt werden und sind auch interessanter Informationsstoff über die Sicht des Kindes bezüglich der Familiensituation - die Eltern sollten da ruhig mal öfters zuhören. Märchen sind der Schlüssel zur Seele und werden auch die Seele dieses Kindes in seiner Tiefe erreichen, doch werden Märchen in der Regel viel zu früh erzählt oder in ihren Bildern verändert, da man dem Kind gewisse Schrecklichkeiten nicht zumuten möchte. Eigentlich können Märchen erst ab dem Grundschulalter von den Kindern mit ihrer Intuition erfaßt werden.

Erziehung: Karl braucht die Erfahrung, daß er immer in der Familie aufgehoben ist, auch wenn er einmal nicht den Erwartungen seiner Eltern entsprochen haben sollte. Bei Karl ist es nicht angebracht, daß die Eltern einen Ehestreit vor ihrem Kind ausbreiten, denn er wird von Verlustangst gepeinigt werden und trägt dann ein Familiendrama in sich herum, das nicht den realen Umständen entspricht. Natürlich sind elterliche Auseinandersetzungen im Beisein eines Kindes nicht zu vermeiden und man kann einem Kind auch keine emotionalen Spannungen vorenthalten, doch es wird dann immer wichtig sein, daß das Kind auch die Versöhnung der Eltern mitbekommt. Die Sorgen und auch die emotionalen Belastungen der Eltern sollten insofern für Karl rational erfaßbar gemacht werden, als daß die Eltern ihm zum Beispiel vermitteln, daß es ihnen im Moment deshalb nicht gut geht, weil sie traurig sind. Der Zusatz, daß das Kind daran keine Schuld habe und alles auch wieder gut werden würde, sollte unbedingt gemacht werden. Karl kann durch seine Eltern mit seinen Gefühlen umgehen lernen, indem sie Karl immer wieder auf seine Gefühle ansprechen, zum Beispiel: "Du bist jetzt sicherlich traurig, weil dein Freund heute nicht mit dir spielen möchte". So können dem Kind unterschwellige Stimmungen verständlich gemacht werden und es lernt seine eigenen Erwartungen an sein Kontaktumfeld besser kennen. Aber seien Sie vorsichtig damit!

Astrologische Verbindungen bestehen zum Merkur im 4. Haus, zu Merkur-Mond-Aspekten, zum Mond im 3. Haus und zum Mond in den Zwillingen und in der Jungfrau.

 

Der Merkur von Karl im siebten Haus

Beziehungen: In Beziehungen ist der geistige Austausch wichtiger als das Gefühl. Zu Karl wird man schnell und leicht eine Beziehung herstellen können - doch Körperkontakt wird er vermeiden. Über seine offene und umgängliche Art könnte das Gegenüber sich wundern und überzeugt sein, sich gut mit ihm zu verstehen - doch morgen kann er sich schon wieder mit ganz anderen Personen abgeben. Wenn man mit diesem Kind in Kontakt ist, so ist zwar ein reger Austausch gegeben, doch emotional plätschert die Beziehung an der Oberfläche. Karl wird großen Wert auf eine gerechte und faire Behandlung in der Zwischenmenschlichkeit legen und er wird das gesprochene Wort sowie Versprechungen auf die Goldwaage legen.

Freunde als der innere Partner: Karl möchte sich mit Freunden umgeben, die Geist und Witz besitzen. Er wird sich besser mit den leistungsmäßig guten Mitschülern verstehen und sich mit ihnen befreunden wollen. Das kann die Tragik zur Folge haben, daß er schulisch nicht so gut mithalten kann und dann Trennungen erlebt werden müssen, wenn seine intellektuellen Freunde auf eine höhere Schule überwechseln dürfen. Im anderen Falle möchte er wegen seiner Freunde etwa das Gymnasium besuchen und handelt sich damit eine schulische Überforderung ein. Auf alle Fälle wird Karl mit und über seine Freunde zu intellektuellem Wissen gelangen, wenn auch über eine eher passive Haltung, der kein eigener Ehrgeiz entspringt.

Kommunikation: Mit dieser Merkurstellung wird sich Karl ungern auf Diskussionen oder Streitgespräche einlassen wollen, denn die Anpassung und der Kompromiß werden ihm wichtiger sein als die Verfechtung seines eigenen Rechts. Nicht selten wird sich ein solches Kind in Auseinandersetzungen mit seinen Geschwistern und auch Spielgenossen "Ein kluger Kopf gibt nach" sagen - auch wenn es sich allmählich ungerecht behandelt fühlt - denn die Geschwister wissen schon längst, daß die Lösung am Schluß immer zu ihren Gunsten ausgeht: Zu seinem eigenen Pech kann dieses Kind einfach keine Meinungsverschiedenheiten ertragen und gleicht daher immer von seiner Seite her aus. Der Kontakt zu den Geschwistern ist aber rege und im allgemeinen positiv zu bewerten. Karl wird sich viel und gerne mit ihnen abgeben und sich auch mit seinen jüngeren Spielgenossen an Spielen erfreuen, über die er schon längst hinausgewachsen ist.

Erziehung: Wenn das Kind dann einmal seine eigenen Vorstellungen äußert und sie auch noch mit Nachdruck erfüllt sehen möchte, so kann man wirklich sicher sein, daß deren Durchsetzung für Karl absolut wichtig ist. Die Eltern sollten dabei auf Gerechtigkeit unter den Geschwistern achten und auch mal als Schiedsrichter fungieren, wenn es auch im allgemeinen nicht ratsam ist, sich als Elternteil zu sehr in die Geschwisterbeziehung einzumischen.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Merkur in der Waage, zu Merkur-Venus-Aspekten, zur Venus im 3. und 6. Haus und zur Venus in den Zwillingen und in der Jungfrau.

 

Der Merkur von Karl in Konjunktion zur Venus

Allgemein: Bindung und Absicht

Kommunikation: Karl hat das Talent, sich in Wort und Schrift gewandt auszudrücken. Er wird schon früh seine erste Geschichte zu Papier bringen und im Hören (Kassette oder Musik) oder Lesen seine Entspannung finden. Die ihm angebotenen Bücher sprechen Karl mehr an, wenn sie schön bunt illustriert sind, als wenn sie nur Text aufweisen, denn blanke Sachlichkeit spricht Karl nicht so sehr an. An alle seine Interessen geht Karl spielerisch heran. Er wird sicherlich einmal eine intensive Phase des Comic-Lesens durchmachen, wobei die Eltern die Wahl der Heftchen bestimmen können - "Asterix und Obelix"-Hefte können zum Beispiel auch einen geschichtlichen Lerneffekt erzielen. Schöne Geschichten mit Happy-End (Ottfried-Preußler- oder Astrid-Lindgren-Bücher) finden regen Anklang.

Beziehung: Harmonie und Diplomatie in Rede und Wort werden ganz groß geschrieben. Wenn Karl sich überhaupt getraut, dem Gegenüber etwas Unangenehmes zu sagen, so wird er erst einmal lange um den Brei herumreden, da er sich scheut, auf den Kern seines Anliegens zu kommen - denn er hat Angst, sein Gegenüber zu verärgern oder gar zu verletzen. Prinzipiell möchte dies Kind keinem weh tun und steckt deshalb eher zurück und verdrängt - oder findet den eigenen Verzicht oder das Ertragen des eigenen Leids lange nicht so schlimm, als den Frust zwischenmenschlicher Beziehungen ertragen zu müssen. Am schlimmsten bestraft fühlt sich Karl, wenn er nach einem Vergehen nicht mehr beachtet wird und wenn die Eltern mit ihm nicht mehr sprechen wollen - das sollte nicht vorkommen! Andererseits kann er sich in einer Beziehung auch nicht fallenlassen, da er sein eigenes Betragen stets überwacht und sich nach dem Du orientiert, so daß aus ihm heraus selten eine Spontaneität auftritt.

Erziehung: Falls das Kind einen Streit der Eltern mitbekommt, so wird es geneigt sein, zwischen den Eltern vermitteln zu wollen - weshalb den Eltern hier anzuraten ist, ihre Auseinandersetzungen nicht im Beisein des Kindes auszufechten. Doch schon Meinungsverschiedenheiten können von seiten von Karl ebenso als Streit empfunden werden. Deswegen ist es für ihn wichtig zu erfahren und zu begreifen, daß die Eltern nicht immer gleicher Meinung sein müssen, sich aber trotzdem noch mögen. Nach einem Meinungsstreit möchte Karl dann aber auch eine Einigung und eine Versöhnung erleben.

Pubertät: Der Charme von Karl wird bestechend sein und die Verehrerinnen werden ihm scharenweise nachlaufen. Damit steht für ihn das Flirten im Vordergrund. Allerdings kann er sehr liebreiche Versprechungen und Komplimente machen, hinter denen nichts steht. Er lebt sich in Liebesgedichten aus - doch die schwelgenden Gefühle auf Papier werden noch lange nicht gelebt werden. Die Schwiegereltern in spe werden alle ihre Vorstellungen von einem Schwiegersohn erfüllt sehen. Keine Angst: Er wird nicht gleich mit jeder Flirtfreundschaft sexuell in Beziehung treten, denn er kann vor körperlicher Nähe und Hingabe erst einmal ein großes Quantum an Angst haben. Die Eltern sollten in ihrer Sexualerziehung eher betonen, daß Liebe nicht sofort Sex bedeutet und daß Liebe und Sex nicht gleich sind, denn die sexuellen Erwartungen des Gegenübers können Karl dazu bewegen, Sex als dazugehörig dem anderen bieten zu müssen, ohne aber aus eigenem Willen oder Bedürfnis heraus zu handeln.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Merkur in der Waage, zum Merkur im 7. Haus, zur Venus im 3. und 6. Haus und zur Venus in den Zwillingen und in der Jungfrau.

 

 

Was bedeutet die Venus?

Die Venus beschreibt das Prinzip des Ausgleichs zwischen zwei Polen.

Der Ausgleich zwischen den Standpunkten zweier Menschen wird durch die Vermittlung erzielt, die dann auf einen Kompromiß hindeutet. In einer Beziehung erfolgt ein Ausgleich zwischen männlichen und weiblichen Prinzipien. Dabei besagt das Beziehungsmuster, wie der Mensch einen Ausgleich zwischen sich und seinem Partner herstellt: entweder paßt er sich seinem Partner an, wobei es im Extremfall zur Selbstaufgabe kommen kann - oder er fordert von seinem Partner, daß dieser sich nach seinen Vorstellungen zu richten hat, was in einen autoritären Führungsstil entarten kann. Die Tugenden der Treue und Verpflichtung können dem Partner gegenüber eine große Rolle spielen. In manchen Beziehungen stehen aber auch Unterhaltung und Abwechslung im Vordergrund der Vorstellung von Partnerschaft.

Das Zeichen, in dem die Venus steht, läßt darauf schließen, wie man den Ausgleich zwischen sich und seinem Partner vollzieht. In welchen Lebensbereichen der Mensch seinen Schwerpunkt auf Ausgleich setzt, wird durch die Venus in den Häusern feststellbar. Hier bietet sich die Möglichkeit des Selbstausdruckes als Künstler, denn im Werk kann man ebenfalls eine Vermittlung sehen. Vielleicht möchte dieser Mensch in seinem Sinn für Ästhetik aber auch nur schöne Dinge um sich scharen.

 

 

Die Venus von Karl im Zeichen Krebs

Beziehungsfähigkeit: Ein Kind mit der Venus im Zeichen Krebs fühlt sich im allgemeinen der rauhen Wirklichkeit ausgeliefert, weshalb es sich einen "Vorkämpfer" sucht, der ihm den Weg durchs Leben boxen soll. Karl geht in seinen Beziehungen in der Regel eine Symbiose ein, weil er im Partner einen Halt sucht und ihm dafür seine Zärtlichkeit und Einfühlsamkeit gibt. Da er sich an sein Gegenüber klammert, ist die Angst, den Partner wieder verlieren zu können, sehr groß. Karl wird dann seinem erwählten Freund alle Wünsche von den Augen ablesen wollen - was er mit seinem Einfühlungsvermögen auch kann -, so daß er das Gefühl bekommt, daß der andere ihn braucht und damit an ihn gebunden ist. Daher richtet sich Karl sehr stark auf das Du aus und lernt nicht, seine eigenen Bedürfnisse einzufordern, weil er sich ja mehr mit der Bedürfnis- und Wunscherfüllung seines Gegenübers befaßt. Weil er in der Regel seine eigenen Wünsche oft nur verdeckt äußert, erscheint er seinen Mitmenschen als genügsam.

Eine Beziehung mit Karl läuft in der Regel harmonisch und reibungslos ab. Mit seinen unterstützenden Angeboten erhofft er sich aber vom Partner ein Beschützt-Werden. Daher wird seine Zuwendung selten ein uneigennütziges Geben aus vollem Herzen sein können. Nur scheinbar stellt sich ein Mensch mit einer Krebs-Venus-Konstellation stets in den Hintergrund. Wenn Karl das macht, dann beabsichtigt er damit doch nur, sich über seine "Pflegeleichtigkeit" und über sein "Liebsein" die Nähe des anderen zu garantieren. Häufig dreht er den Spieß auch noch um, indem er dem anderen die Zärtlichkeit und das Verwöhntwerden gestattet, das er eigentlich für sich selber in Anspruch nehmen möchte. Falls ein Kind mit einer Krebs-Venus-Konstellation nicht lernen kann, das einzufordern, was es an Nähe eigentlich braucht, ist es im Grunde genommen immer ein wenig frustriert. Es ist der Meinung, stets sehr viel in eine Beziehung investieren zu müssen, und bei genauerer Betrachtung sind doch zu viele Förmlichkeiten darunter. Aus Angst, vom Partner abgeschoben zu werden, traut sich so ein kleiner Mensch nicht Grenzen zu setzen und sagt zu selten Nein.

Karl braucht aber viel Körperkontakt. Über die vertrauten Gerüche kann er in kranken und auch spannungsreichen Zeiten oft viel besser einschlafen.

Im Grunde genommen nimmt Karl in Beziehungen auch noch später die Kindchen-Rolle ein, in der er sich gerne ein wenig kleiner und unselbständiger macht, als er eigentlich ist und in der er schmollt und sich naiv-unschuldig gibt, um den Partner in der Beschützerrolle zu halten. In der Regel wird Karl mit kleineren Kindern gut zurechtkommen, weil er sich deren Nähe nur in seiner übernommenen Beschützerrolle garantieren kann.

Talent als kreativer Ausdruck: Durch seine Einfühlsamkeit kann Karl seine Gefühle kreativ zum Ausdruck bringen. Hierzu bieten sich Möglichkeiten zum Beispiel im kreativen Tanz oder auch im schauspielerischen Bereich. Immer, wenn Karl seinen Gefühlen durch seine Phantasie und auch in seinen Träumen einen Ausdruck verleihen kann, schwingt seine Seele mit. In erster Linie geht es Karl nicht um die Ausbildung eines Talentes, denn seine Fähigkeiten liegen auf allen Gebieten, in denen er mit kreativen Mitteln seinem inneren Wesen einen Raum in der Außenwelt geben kann.

Erziehung: Die in den Vordergrund gestellte Genügsamkeit bei einem Kind mit einer Krebs-Venus-Konstellation ist in der Regel als verdächtig zu bewerten, denn dann verzichtet ein solches Kind - um in seiner Unscheinbarkeit nicht als Störfaktor bewertet zu werden. Karl braucht mit seiner Venus im Krebs viel Körperkontakt und den sollte er sich von seinen Eltern zeitweise auch holen können. Für Karl wird es eine Hilfe sein, wenn er sein Nähebedürfnis klar äußern kann und wenn ihm auf seinen Wunsch auch mit Eindeutigkeit, selbst mit einem Nein, beantwortet wird. Dann wird er nicht zu Mitteln greifen müssen, mit denen er sich die Nähe eines Menschen erschmuggeln muß - außerdem erhält er bei dieser Methode in den seltensten Fällen die Form der Zuwendung, die er eigentlich damit beabsichtigt hat.

Pubertät: Weil Karl dazu tendiert, in der Kindchen-Rolle verbleiben zu wollen, wird er sich im Jugendalter, wo er sich von den Eltern abzulösen versucht, bald eine Freundin erwählen, die ihm ihren Schutz anbietet. Karl wird selten lange ohne eine engere Beziehung sein, weil er sich alleine einfach hautlos und einsam vorkommt.

Ein Mädchen mit einer Krebs-Venus-Konstellation glaubt nicht selten, daß es über Körperkontakt den Freund an sich binden kann. Dabei kann es vor allem im Teenageralter zu sexuellen Kontakten kommen, für die so ein Mädchen innerlich noch nicht reif genug ist, da es eigentlich noch in der Kindrolle steckt. Falls die Krebs-Venus mit Mars, Pluto oder auch noch mit Saturn in einer Aspektierung liegen sollte, so können die Eltern auffallendes Eßverhalten - darunter fällt auch die Mager-, Freß- oder Fettsucht - als Alarmsignal für psychische Störungen auffassen. Jedes jugendliche Mädchen kommt einmal in den Wahn, Diätpläne einhalten zu müssen, doch bei der Krebs-Venus kann dabei im Hintergrund stehen, daß das Mädchen sich nicht zu einer jungen Frau entwickeln möchte und daher eine knabenhaft-kindliche Figur beibehalten möchte.

Ein junger Mann mit einer Krebs-Venus wird im Grunde genommen viel Bedürfnis nach Körpernähe haben und er wird sich eine dementsprechende Partnerin erwählen, die entweder mütterliche Züge aufweist und ihn damit in einer übertragenen Mutterfunktion verwöhnt oder er verliebt sich in ein eher kindlich wirkendes Mädchen, bei dem er über dessen Schutzbedürfnis zu körperlicher Nähe kommen kann.

Astrologische Verbindungen bestehen zur Venus im 4. Haus, zu Mond-Venus-Aspekten, zum Mond 2. und im 7. Haus und zum Mond im Stier und in der Waage.

 

Die Venus von Karl im siebten Haus

Beziehungsfähigkeit: Karl kann man mit dieser Venusstellung im Horoskop als einen absoluten Beziehungsmenschen bezeichnen. Er mag überhaupt nicht gerne allein sein und fühlt sich in der Zweisamkeit erst so richtig wohl. Wenn er alleine in seinem Zimmer sitzt, kommt er sich schnell alleingelassen und einsam vor. Weil Karl im Grunde genommen so beziehungsabhängig ist, paßt er sich seinem Gegenüber stark an. Er fühlt sich vor allem in einer harmonischen Beziehung sicher, bei Konflikten befällt ihn schnell die Befürchtung, nicht mehr akzeptiert zu werden. Karl braucht vor allem eine stets neue Sympathiebekundung seiner Freundin, erst dann fühlt er sich vorübergehend beruhigt. Weil er sehr anpassungbereit ist, stellt er sich auf jedes Spiel ein und mag den Gemeinschaftssinn vor seine eigenen Standpunkte und Absichten setzen. Vermutlich ist er ein angenehmer und gern gesehener Gast, der sich selten danebenbenimmt. Karl kann eine Glücksfähigkeit in seinen Beziehungen hineinbringen, denn er hat das Talent, es sich mit jemandem schön zu machen. Seine soziale Fähigkeit liegt darin, daß er mit seinen Freunden die Gemeinsamkeiten herausstreichen kann, auch wenn der Spielkamerad noch so verschieden sein sollte. Außerdem bringt Karl die Bereitschaft mit, seine eigenen Belange für die Gemeinschaft hintanzustellen. Das beinhaltet natürlich auch, daß er sich in der Regel mit Menschen trifft, die von ihm ein Entgegenkommen erwarten, so daß er in der Regel in eine Beziehung investiert.

Freunde als der innere Partner: Karl sucht in seinen Freunden meistens einen Gegenpol zu seiner inneren Bereitschaft, sich anzupassen. Nicht selten hat er den Eindruck, daß seine besten Freunde im Vergleich zu ihm grundverschieden sind. Je ausgleichswilliger Karl sich gibt, desto bestimmernder kann sein Gegenüber sein. Je nach dem Zeichen, in dem die Venus steht, kann die Wahl des Poles von Karl herausgefunden werden. Somit ist es auch durchaus möglich, daß er in einer Beziehung den dominanten Part übernehmen möchte, dabei aber von nachgebenden Partnern abhängig ist.

Pubertät: Karl mag als Jugendlicher großen Wert auf sein Aussehen legen und sich für die Partnerin schön machen wollen. Zum Beispiel geht ein Mädchen mit dieser Venusstellung nicht ungeschminkt vor die Haustür, weil es sich vielleicht ohne Kaschierung seiner "Schönheitsfehler" nicht wohlfühlt. Ein Junge mit der Venus im 7. Haus richtet sich vermutlich nach dem Modeverständnis seiner Freundin und wird beispielsweise die Frisur tragen, die ihr gefällt. Beide könnten sich mit aphrodisierenden Düften umgeben, wobei Sexualität das Verbindende sein soll. Die Art, wie Karl seine Sexualität lebt, kann am Zeichen abgelesen werden, in dem die Venus steht.

Erziehung: Karl ist von den Liebesbezeugungen seiner Eltern sehr abhängig. Er ersehnt sich nichts so sehr, als von einem Menschen geliebt zu werden. Deshalb möchte er sich auch so sehr einem Partner angleichen, um die aus der Anpassung entstehende Harmonie als Liebe interpretieren zu können. Karl kann jede Verschiedenheit zum anderen als Grund ansehen, daß der andere die Beziehung zu ihm aufgeben könnte. Im Grunde genommen traut sich dieser kleine Mensch kaum, er selbst zu sein, da er stets befürchtet, die Sympathien der von ihm geliebten Personen zu verlieren. Daher wird Karl auch in seinem familiären Beziehungsfeld die Erfahrung guttun, daß eine Meinungsverschiedenheit oder ein Mißverständnis noch lange keinen Einbruch der Freundschaft zur Folge haben. Er braucht die Möglichkeit zu lernen, daß Konflikte eine Partnerschaft beflügeln und vertiefen können.

Astrologische Verbindungen bestehen zur Venus in der Waage.

 

 

Was bedeutet der Mars?

Der Mars beschreibt die Lebens- und Überlebensenergie, also die Triebenergie. Der zielgerichtete Trieb bedingt den Willen eines Menschen. Wenn der Wille von außen - also über die Umwelt und über Mitmenschen - behindert, also die Triebenergie abgestoppt wird, so wird sich der Wille in aggressiver Weise bemerkbar machen wollen. Wenn die Eltern ihrem Kind etwas verbieten, so reagiert es darauf sehr häufig mit Wut.

Wenn sich ein Mensch bedroht fühlt, so kann er seine Aggression in einer gesteigerten Durchsetzungskraft für das Überleben einsetzen. Wenn wir die geschlechtsbezogene Triebenergie erleben, so sprechen wir von Sexualität. Die nicht gesteuerte oder angestaute Triebenergie befreit sich im Affekt, wobei die Vernunft ausgeschaltet ist und die Energie ungehindert und unkontrolliert abläuft.

Ohne Triebenergie gäbe es für ein Lebewesen keine Kraft, die es zu einer Tat antreiben würde. Man spricht ja auch von einen Antrieb, der den Menschen zu einer Unternehmung motiviert. Ohne einen Antrieb kann der Mensch nicht leben oder überleben. Auf der anderen Seite kann eine zu heftig geäußerte Triebenergie andere Lebewesen verletzen und hat durch ihre Heftigkeit einen vernichtenden Charakter.

Die reine Triebenergie wird rücksichtslos geäußert, da es dem Lebewesen nur um sein reines Überleben geht. Der Sexualtrieb dient der Arterhaltung, der Aggressionstrieb dient der Bewältigung der Todesangst. In der Astrologie interpretiert man den Mars erst als human werden, wenn er in Beziehung zu anderen Planeten steht und über eine Häuserstellung ein gewisses Aufgabenfeld zugeteilt bekommt. Die Marsenergie ist die grundsätzliche Voraussetzung, überhaupt existieren zu können, andererseits wird sie in ihrer ungezügelten Form sehr bedrohlich und kann in einer selbstzerstörerischen Weise auch wieder gegen das Leben gerichtet werden.

 

 

Der Mars von Karl im Zeichen Löwe

Kraftpotential: Karl ist sehr tatkräftig und willensstark. Er hat eine schöpferische Begabung, mit der er Energie verschenken kann. Die Mitmenschen um ihn herum fühlen sich motiviert und aufgebaut, da die Vitalität und Lebensfreude, die Karl ausstrahlt, einfach mitreißen. Sein Kraftpotential ist die Vitalität, die Lebenskraft. Er möchte etwas erzeugen, allerdings nicht unbedingt materieller Natur, denn er will etwas ins Leben rufen. In der griechischen Mythologie wird dieses energetische Potential mit den Blitzen des Gottes Zeus beschrieden, die aber auch die Macht der Zerstörung in sich bergen. Die Götter Brahma und Shiva aus der indischen Mythologie beschreiben die Doppeldeutigkeit der marsischen Energie, die als Weltengesetz entstehen lassen und zerstören kann. In diesem Sinne kann Karl als ein einflußreiches und mächtiges Kind bezeichnet werden, das bei seinen Mitmenschen Eindruck macht und eine kleine Autorität darstellt. Er gibt in der Regel den Ton an.

Dynamik und Sport: Karl fühlt sich vital und stark, kann letztendlich aber auch keine Schwäche in Kauf nehmen. Er strebt nach Ansehen und hat ein Geltungsbedürfnis. Daher wird er alle Mittel einzusetzen wissen, um auch in einer Gruppe als Star zu gelten. Für ihn gibt es nur dann einen Grund, einen Mannschaftssport zu betreiben, wenn er Möglichkeiten hat, in einem Spiel Regie zu führen oder wie ein Torwart im Fußball eine selbständige Funktion zu haben. Als Star möchte er aus der Mannschaft herausragen. Im Grunde genommen ist Karl lieber Trainer als Trainierter. Mit einer gewissen Verachtung stellt er sich der Konkurrenz gegenüber, da er sich als etwas Besseres vorkommt. Karl setzt sich gerne in Szene und wird bestimmt schauspielerische Fähigkeiten haben. Er liebt das Spiel mit der Gefahr und kann als Wetteinsatz Haus und Hof aufbieten. Abenteuer, in denen er seine Kraft beweisen kann, stellen für ihn einen Reiz dar, aber nur, wenn er mit Beifall rechnen kann.

Durchsetzungsvermögen: In allem, was er tut, möchte Karl seine Potenz beweisen. Er will König sein, Verantwortung tragen und für andere das Maß aller Dinge werden. Karl ist so sehr von sich eingenommen, daß er einen zweiten Platz im Schauspiel des Lebens für sich als nicht gebührend empfindet. Mit Charme und Selbstvertrauen schiebt er sich an seinen Konkurrenten vorbei auf den ersten Platz. Er will das Sagen haben und Chef sein. Für ihn ist es einfach klar, daß er immer recht hat. Jedoch wird sein Ehrgeiz vom Applaus der Menge bestimmt: Wenn er schon mit wenig Mühe deren Zustimmung bekommt, wird er sich auch nicht weiter anstrengen wollen. Wenn er seine Ziele und sein Wollen nach dem Beifall der Masse richtet, wird er beeinflußbar. Sollte Karl sich bloßgestellt oder hintergangen fühlen, so kann er sehr wütend werden und mit Rache und Verachtung reagieren. Wer ihn in seinem Stolz gekränkt hat, kann nicht mehr mit Verzeihen rechnen.

Sexualentwicklung: Die Lust, sich zu produzieren, wird wahrscheinlich mit einem Schau- und Zeigetrieb der Geschlechtsteile zwischen dem 4. und 6. Lebensjahr einhergehen. Wenn sich Karl mit seinem Vater vergleicht, stellt er körperliche Größenunterschiede fest und registriert dabei sein Kleinsein, aus dem er unbedingt herauskommen möchte. Für Karl bilden Vater und Mutter eine Einheit durch ihre Gemeinsamkeiten, so daß er sich spätestens vor dem Schlafzimmer aus ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen fühlt. Er möchte auch so groß sein, wie sein Vater und für die Mutter ein Partner sein. Ungefähr im Alter von 4 und 5 Jahren richtet solch ein Kind einen "Heiratsantrag" an einen Elternteil. Karl bemerkt ganz besonders die Vorrechte der Erwachsenen sich selbst gegenüber und kommt sich durch sein Kleinsein benachteiligt vor. Um seine Stärke beweisen zu können, beginnt er, mit den Eltern zu rivalisieren, was das erste Anzeichen eines Autoritätenkampfes ist, den er in späteren Jahren immer wieder vor allem mit männlichen Personen austragen wird.

Sexualverhalten in der Pubertät: Bei den Jungen wird in der Pubertät das Rivalisieren mit dem männlichen Geschlecht fortgesetzt. Rivalitäten bestehen zwischen Vater und Sohn ebenso wie unter Gleichaltrigen, wobei der junge Mann stets der Bessere, Stärkere, Schönere, Männlichere sein möchte. Der heranwachsende Eros lacht sich eine busenstarke Freundin an und fühlt sich mit ihr in seiner unwiderstehlichen erotischen Ausstrahlung bestätigt.

Mädchen können unter dieser Marsstellung manchmal leiden, da sie entweder als zu männlich oder als zu egozentrisch angesehen werden. Die jungen Männer entwickeln vor solch einem selbstbewußten Auftreten so viel Respekt, daß sie sich gar nicht mehr an sie herantrauen. Deshalb erwählt ein Mädchen mit dieser Marsstellung häufig einen älteren Partner, dessen Ähnlichkeit mit dem väterlichen Vorbild sich allerdings nicht verleugnen läßt.

Erziehung: Karl ist ein durchsetzungsfähiges Kind und läßt sich nicht so schnell unterkriegen. Seine rivalisierenden Kräfte sind enorm und können den Eltern viel Energie abverlangen, wenn sie sich bei Karl behaupten wollen. Karl will alles daran setzen, endlich als erwachsen zu gelten, womit er sich auch übernehmen kann. Weil er sich als Kind stets bevormundet fühlt, steckt in ihm eine ständige Unzufriedenheit. Außerdem kann er in seinem Stolz sehr empfindlich reagieren, vor allem dann, wenn er sich verlacht vorkommt. Er will unbedingt ernstgenommen werden und möchte auch in seinem Bestreben, selbständig zu sein, gefördert werden. Dabei kann es ihm passieren, daß er sich in seiner "Erwachsenenrolle" übernimmt, wobei ihm nur mit absolutem Fingerspitzengefühl die Hilfe seiner Erzieher angeboten werden kann.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Mars im 5. Haus, zu Sonne-Mars-Aspekten, zur Sonne im 1. Haus und zur Sonne im Widder.

 

Der Mars von Karl im achten Haus

Tiefe Wandlungen: Im Grunde genommen fühlt sich Karl existentiell bedroht und ist ständig damit beschäftigt, sich abzusichern. Bald schon wird er den Wert des Geldes feststellen und auch die Macht, die mit der Kaufkraft verbunden ist. Er kann dem Irrglauben verfallen, daß er sich Sicherheit und Vertrauen erkaufen kann. So kann man bei ihm phasenweise eine materielle Verhaftung feststellen. Er baut sich dann, sinnbildlich gesprochen, Burgen und Festungen und verschanzt sich hinter dicken Mauern. Da sein Aggressionstrieb sehr stark über sein Unbewußtes gelenkt wird, nimmt er Spannungen in seinem Umfeld auf und interpretiert sie als Bedrohung. Er wächst vermutlich in einer Umgebung auf, in der Gewalt, Aggressionen und Macht nicht offen dargelegt, sondern tabuisiert und vertuscht werden. Die Menschen um ihn herum scheinen sich in Schuldlosigkeit einzuhüllen, doch hinter einer Maske glaubt Karl Gewalttätigkeit zu entdecken. Er fühlt sich machtlos ausgeliefert, da er die wahrgenommene Aggressivität nicht beweisen kann. Im Endeffekt geht es bei ihm darum, den Taburahmen der Aggressionen seiner Umwelt zu sprengen und sich seines Machtwillens bewußt zu werden - das ist allerdings ein weiter Entwicklungsweg!

Schattenbilder und Verdrängungen: Solange für Karl die Schatten der Aggressionsbilder in seinem Umfeld nicht erkennbar werden, wird er sich in seiner Hilflosigkeit unbewußt darum bemühen, diese Aggressionen sichtbar zu machen: Er provoziert Gewalt! Er kann mit seinem Verhalten seine Mitmenschen an die Grenze ihrer Geduld bringen und in ihnen Affekte hervorrufen, über die sie dann erschrecken. Er kann einen Mitmenschen so lange reizen, bis ihm die Hand ausrutscht. Damit zeigt Karl demjenigen dessen Schatten, nämlich seine Aggressionsbereitschaft, die dieser aber sicherlich nicht wahrhaben will. Über sein Unbewußtes kann Karl an alte Wunden seiner Mitmenschen rühren, ohne es zu beabsichtigen. Er bringt Erwachsene leicht auf die Palme, wobei diese sich fragen müßten, welche frühkindlichen Verletzungen Karl in ihnen wohl wachgerufen hat. Karl braucht Schutz! Der Schutz liegt in diesem Falle nicht im Behüten und Vermeiden von Gefahren, sondern in der Ehrlichkeit seiner Betreuer, den Schatten der Gewalt auch in sich zu sehen. Die Betreuer sollten sich von ihren Schuldzuweisungen gegenüber anderen Menschen freimachen und sich für das, was geschieht, selbst verantwortlich fühlen.

Durchsetzungskraft: Karl verfügt über ein immenses Quantum an Kraft und Durchhaltevermögen, das an Besessenheit grenzt. Wenn er etwas will, dann gibt es für ihn kein Aufhalten mehr. Er zieht seine Sachen durch! Damit beweist er seinen Überlebenswillen, mit dem er alle Bedrohungen, Gefahren und schwere Zeiten meistern kann. Um sich seinen Mut beweisen zu können, kann er manchmal waghalsige Unternehmungen starten. So braucht man sich nicht zu wundern, wenn er in waghalsiger Weise über ein Brückengeländer balanciert. Er liebt die Gefahr und entschärft auch gern Gefahren, so daß er durchaus den Mut aufbringt, sich als Schlichter zwischen zwei Rowdies zu stellen.

Erziehung: Karl ist ungeduldig, nervös und leicht reizbar. Man kann ihm als Elternteil mehr Verständnis entgegenbringen, wenn man bei seinen impulsiven Ausbrüchen seine innere Bedrohung wahrnimmt, die hinter allem steckt. Er braucht ganz einfach Liebe und Sicherheit. Wenn er eher Angst davor hat, seine Angriffslust offen zu zeigen, kann er hinterhältig und gemein werden. Das erleichtert den Eltern die Zuwendung zu ihm nicht gerade besonders. Dabei ist er aber als Kind nur als ausführendes Organ seiner Umwelt zu betrachten. Wenn er sich psychisch gestärkt und sicher fühlen kann, braucht er sich nicht so sehr zu wehren. Als Kind steht er in der Regel dem Erwachsenen gegenüber in einer Ohnmachtsposition, da ein Erwachsener immer - ohne Ausnahme! - mehr Macht hat als ein Kind. Karl ist in der Lage, sich gegen diese Macht aufzulehnen, allerdings ohne den Kampf gewinnnen zu können. Manchmal können die Eltern meinen, daß sie mit ihm einen Tyrannen in die Welt gesetzt haben. Es liegt aber in den Händen der Erwachsenen, ihr rivalisierendes und bemächtigendes Verhalten zu verändern, und sie werden dann auch die positiven Folgen feststellen können. Das Potential eines Kindes mit dieser Marsstellung liegt im Mut, den bisher verdrängten Schattenseiten und Ängsten ins Auge sehen und sich über die Wahrnehmung des Schattenbildes auch wandeln zu können.

Pubertät: Jungen mit dieser Marsstellung können Entwicklungsphasen durchmachen, in denen sie Gewalt anwenden. In dieser Zeit sind sie sehr impulsiv und werden von der Umgebung aufgefordert, sich als Mann zu definieren. Der Aggressionstrieb kann dann zeitweise auch mit einem starken Sexualtrieb gelebt werden. Er will seine Partnerin erobern, sich ihrer bemächtigen und ganz für sich alleine haben. Daher kann er mit viel Eifersucht reagieren. Mit dieser Marsstellung steht ihm aber auch die Möglichkeit offen, sich von seinen Verhaftungen zu befreien und über Loslassen zu intensivem sexuellem Erleben zu kommen.

Ein Mädchen mit dieser Marsstellung kann aufgrund der Normen von Gesellschaft und Erziehung selten seine Machtgier offen zeigen und greift daher auf subtilere Mittel zurück. Das weibliche Geschlecht bedient sich in Partnerschaften der Mittel der Hörigkeit und der Schuldzuweisungen: "Du darfst mich nicht alleine lassen, sonst..."

Astrologische Verbindungen bestehen zum Mars im Skorpion, zu Mars-Pluto-Aspekten, zum Pluto im 1. Haus und zum Pluto im Widder.

 

Der Mars von Karl im Quadrat zum Neptun

Allgemein: Wille und Einfühlungsvermögen

Durchsetzungskraft: Karl zeigt in seinen Arbeiten viel Phantasie. Sein Einfallsreichtum kann ihm aber auch zum Verhängnis werden, da er sich leicht ablenken läßt und sein Ziel aus den Augen verliert. Dann wird seine Arbeitsweise chaotisch, und er verliert sich in Einzelheiten. Karl ist von der äußeren Atmosphäre in seiner Schaffenskraft stark abhängig und beeinflußbar, so daß er Arbeits- und Konzentrationsstörungen hat, wenn er in einer disharmonischen Atmosphäre zu arbeiten hat. Für ein gutes Schaffen braucht er ein ruhiges, ausgeglichenes, positives Umfeld. Karl ist sehr offen für Vorschläge und Wünsche von außen. Allerdings ist er sehr stark beeinflußbar, was ihn von seinem eigenen Stil abbringen kann.. Damit wirkt er einerseits sehr kooperativ, andererseits vielleicht aber ein wenig farblos und ohne persönlichen Ausdruck, vor allem wenn ihm in seinen Arbeiten zu viel dreingeredet wurde.

Durchlässigkeit: Wenn Karl intuitiv und aus dem Bauch heraus arbeitet, kann er sehr erfolgversprechende Arbeiten abliefern, da er durch die Verbindung zum kollektiven Unbewußten - zum großen Meer der Gefühle und Intuitionen aller Menschen - die Sehnsüchte und Wünsche der Menschen ansprechen kann.

Sexualverhalten und Pubertät: Karl hat große Sehnsucht nach Nähe und Zärtlichkeit. Er braucht viel körperlichen Kontakt, ist aber in Gefahr, seine eigenen Grenzen nicht zu kennen oder zu ignorieren. So läßt er manchmal etwas über sich ergehen läßt, in der Meinung, daß er die liebevolle Zuwendung des Gegenübers nicht abwehren dürfe. Für ihn wird es im allgemeinen wichtig sein, "Nein" sagen und vor allem seinen eigenen Standpunkt finden zu können. Die Eltern können ihm dabei helfen, indem sie seine Individualität und seinen eigenen Willen positiv bewerten.

Erziehung: Wenn der Neptun stärker wirksam ist, kann sich Karl in sein Innenleben zurückziehen und den ganzen Tag auf dem Sofa liegen, vor dem Fernseher sitzen und nicht mit Kindern in Kontakt treten wollen. Karl lebt dann ganz im Inneren seiner Stille, in der er sich regenerieren kann. Wenn er jedoch in diesem Zustand zu lange verweilt, wird er an der Welt desinteressiert und kraftlos. Aus eigenem Antrieb kommt er dann nur noch schwer aus seiner Lethargie heraus. Ihm hilft ein Anstoß von außen, indem er vielleicht von Freunden zum Schwimmen oder zum Schlittenfahren mitgenommen wird. Auf alle Fälle kann er über körperliche Betätigung wieder einen Realitätsbezug herstellen und in der Welt wieder etwas durchsetzen wollen. Ihm ist eine regelmäßige sportliche Aktivität anzuraten, damit er seinen Körper und seine Freude am Tun nicht vergißt.

Sollte in der Aspektierung der Mars stärker wirksam sein, so kann Karl bei jeder Kleinigkeit ausufern. Er ist dann seiner eigenen Wut ausgeliefert, die er wahllos ausagiert. Wenn er seine Aggression nicht offen zeigen darf, wendet er betrügerische Mittel an und verfängt sich in Lügen. Im Grunde genommen fühlt er sich als schwächeren Teil, will sich aber keine Blöße geben. Er hat immer das Gefühl, daß er der Stärkere sein und sich beweisen muß. Seine Aggressivität ist nur ein Zeichen dafür, daß er seine schwache Seite nicht zugeben will, und offenbart seine Furcht, sich ausgeliefert zu fühlen.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Mars in den Fischen, zum Mars im 12. Haus, zum Neptun im 1. Haus und zum Neptun im Widder.

 

 

Was bedeutet der Jupiter?

Jupiter beschreibt das Prinzip der Expansion, des Wachstums an sich. Das Kind wächst zum Erwachsenen heran, es wird größer und damit auch reifer. Wenn das Wachstum nicht gestoppt wird, kommt es zu einem Aufblähen - und von einem gewissen Stadium an kann es sogar selbstzerstörerisch werden. Jupiter bringt alles zur Größe und Fülle.

Der Mensch in seinem inneren Reichtum strahlt Freude aus. Fülle bedeutet, daß man mehr hat, als nur das Notwendige. Somit kann man beruhigt wieder etwas davon an die anderen abgeben, womit man den Menschen, die nicht so gute Möglichkeiten haben, eine Förderung zukommen lassen kann. Überfluß verleitet den Menschen aber auch, seine Güter zu verschwenden.

Das Wachsen ist ein Prozeß, der in die Zukunft gerichtet ist. Das Ziel ist die Größe - im gesellschaftlichen Sinne ist das der Ruhm und die Würde. Ruhm erlangt der Mensch, wenn er die Illusionen der Gesellschaft vertreten kann, die Ideale. Wenn eine Gesellschaft nach bestimmten Idealen leben möchte, so braucht sie zu deren Verwirklichung einen Verhaltenskodex. Dieser Verhaltenskodex betrifft in unserer Gesellschaft die Gesetzgebung genauso wie die Moral.

Auf der materiellen Ebene bedeutet die Expansionsqualität Jupiters eine Zunahme, also Reichtum. Auf der psychischen Ebene führt sie zu innerem Vertrauen, zu Optimismus, der die Ideale zu vertreten hilft. Auf der spirituellen Ebene tendiert der Mensch zum Geistigen hin und begibt sich auf die Suche nach Gott. Religiöse und philosophische Bereiche werden gestreift, da die Suche nach Gott auch die Suche nach der Erkenntnis der kosmischen Ordnung ist.

Im Streben nach Weite möchte der Mensch seinen Horizont erweitern und geht über Grenzen hinaus in andere Länder, um die Stitten und Gebräuche anderer Völker kennenzulernen. Wenn der Mensch nicht seinen Geist auf die Reise schickt, so kann er mit seinem Körper verreisen, um zu neuen Dimensionen seines Denkens zu kommen.

 

 

Der Jupiter von Karl im Zeichen Zwillinge

Persönliche Wachstumschancen: Das Wachsen liegt im Bereich der geistigen Auseinandersetzung mit philosophischen Themen. Erkenntnisse werden gewonnen, indem viele Bausteine aneinandergereiht und dann zu etwas Ganzem zusammengefaßt werden. Karl wird ein reges Interesse an den verschiedensten Wissensgebieten haben, in denen er stets die Erkenntnis sucht, wie die Welt in ihren Zusammenhängen zu erfassen ist. Mit seinen verschiedenen Interessen kann er durchaus mehrere Berufsausbildungen machen oder verschiedene Wissensbereiche zu studieren beginnen, und es wird vielleicht eine gewisse Zeit dauern, bis er einen konkreten Weg eingeschlagen haben wird. Doch alles Wissen, mit dem er sich befaßt hat, wird in sein inneres Erkenntnissgefüge eingereiht und verwandelt sich für ihn zu einem weiteren Stück Weisheit.

Ideale und Vorbilder: Als Vorbilder dienen nicht die Menschen, sondern die Lehren, die sie vertreten. Karl möchte von Persönlichkeiten etwas lernen können. Karl wird sich nicht auf eine bestimmte Lehre festlegen, sondern sich in seiner Neugierde mit verschiedenen Lehren beschäftigen - wenn vielleicht manchmal auch nur flüchtig. Aus den verschiedenen Lehren zieht er seine Essenzen heraus und wird daraus irgendwann einmal seine eigene Lebensweisheit gestalten. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß sich Karl irgendwelchen Dogmen verschreibt, außer den vielleicht den eigenen.

Erziehung: Bei dieser Jupiterstellung ist die Neugierde auf die Welt so groß, daß die Kinder in der Regel signalisieren, daß sie etwas lernen wollen. Wenn es ihre schulischen Leistungen zulassen, so sind sie in höheren Schulen gut aufgehobeh und brauchen in ihrem Leben immer wieder Weiterbildungsmöglichkeiten.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Jupiter im 3. Haus, zu Merkur-Jupiter-Aspekten, zum Merkur im 9. Haus und zum Merkur im Schützen.

 

Der Jupiter von Karl im fünften Haus

Selbstdarstellung: Karl möchte sein Leben in seiner Fülle genießen können. Er glaubt, auf die Welt gekommen zu sein, um ihr in seiner Person eine Mission zukommen zu lassen. Er möchte einmal groß herauskommen. Glanz und Ruhm stehen ihm seiner Meinung nach zu, er muß sich nur noch die passende Bühne heraussuchen. Er hält sich für wichtig und federführend und in ihm steckt eine Menge Überzeugungskraft, da er über Gottvertrauen, Zuversicht und positives Denken verfügt. Er hat sogar die Kraft, aus Niederlagen eine sinnvolle und damit positive Seite herauszuziehen.

Allerdings kann es ihm an der nötigen Selbstkritik fehlen, da er in seinem Strahlen seine negativen Seiten gar nicht wahrnimmt. Er macht sich seine Visionen zu seinem Lebensziel, so daß seine Prinzipien und Überzeugungen mit seinen Herzensangelegenheiten übereinstimmen. In seiner kraftvollen und souveränen Ausstrahlung ist er allseits beliebt und anerkannt.

Vaterbeziehung: Karl erlebt seinen Vater als streng in dem Sinne, daß er seine Prinzipien hat, die er konsequent verfolgt. Das Verhältnis zwischen den beiden gestaltet sich sehr positiv, da Karl Verehrung für seinen Vater empfindet, den er keinesfalls enttäuschen möchte.

Die Grundsätze des Vaters sind maßgeblich für sein Lebensziel und färben das Bild seiner Selbstdarstellung. Häufig tritt das Kind in die Fußstapfen des Vaters. Karl kennt seinen Vater als wohlwollend und gütig, als einen Menschen, zu dem er Vertrauen haben kann und der ihm eine väterliche Stütze ist.

Vorbilder und Wachstumschancen: Die Vorbilder von Karl haben ähnliche Überzeugungen wie sein Vater. Die Weltanschauung des Vaters prägt das Kind in einer ganz besonderen Weise, ja sie wird oftmals kritiklos von ihm übernommen. Karl will vor allem erfolgreich sein, um seinen Vater zu beeindrucken und dessen Zustimmung und Lob zu erhalten. Aus dem Wunsch heraus, die Erwartungen seines Vaters erfüllen zu können, wird Karl mit viel Ehrgeiz an sich arbeiten.

Seine Wachstumschancen liegen in seinem Optimismus und in seiner charismatischen Ausstrahlung. Karl wird immer die nötigen Gönner haben, die ihn zu Ruhm und Ehre geleiten können. Zum Beispiel kann Karl schon in der Schule von einem Lehrer in besonderer Weise gefördert werden: vielleicht gibt er Karl eine bessere Note als er eigentlich verdient hätte, damit er das Klassenziel erreichen oder in eine fortführende Schule aufgenommen werden kann.

Erziehung: Bei Karl ist die Neigung groß, andere Leitpersonen zu verehren und ihnen blindlings zu folgen, da Verehrung keine Kritik zuläßt. Es kann ihm passieren, daß er zu hohe Erwartungen erfüllen möchte, denen er einfach nicht gewachsen ist.

Ist er sich seiner Unzulänglichkeit bewußt, so kann er von der Angst befallen werden, daß seine Mängel entdeckt werden könnten, womit er sich dann blamiert fühlen würde. Eine Blamage kann sich Karl nicht leisten, da die sein Ansehen schmälern könnte. Er möchte strahlen und nicht kritisiert werden. Menschen, die ihn in irgendeiner Weise bloßgestellt haben, bringt er tiefste Verachtung entgegen.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Jupiter im Löwen, zu Sonne-Jupiter-Aspekten, zur Sonne im 9. Haus und zur Sonne im Schützen.

 

 

Was bedeutet der Saturn?

Der Saturn beschreibt das zusammenziehende Prinzip. Er wirkt aller Ausdehnung entgegen und ist damit begrenzend. Er symbolisiert die Reduktion, weil er von einem Zuviel auf ein angemessenes Maß reguliert. Mit ihm kommt der Mensch wieder auf das Wesentliche zurück. Im Wesentlichen liegt auch das Notwendige und damit der Bezug zur Realität.

Wenn jemand zu sehr in der Fülle gelebt hat und dabei zuviel gegessen hat, wird er dick und sein Körper wächst in die Breite. Saturn ist das Symbol der Hungerkur, des Wieder-Schlank-Werdens, so daß der Körper seine alte Facon wiedererhält. Die alten Kleider paßen wieder und der Mensch hat gelernt, Verzicht zu leisten. Eine saturnische Handlung ist es, den Gürtel enger zu schnallen.

Im Winter hat die Natur ihren Stoffwechsel auf ein Minimum reduziert, um überleben zu können. Durch die klirrende Kälte würden beim Baum die Saftleitungen platzen und der Baum müßte absterben, da er nicht mehr ernährt werden könnte. In der Kälte findet eine Reduktion der Lebensfunktionen statt. Das fließende Wasser eines Baches erstarrt durch frostige Temperaturen zu Eis.

Gefühle können nur erlebt werden, wenn sie fließen können. Gefühle, die im Überfluß hervortreten, lassen den Menschen von der Erde abheben und ins Schwelgen kommen. Dabei hat er den Bezug zur Realität verloren. Saturn bringt nun in die emotionale Abgehobenheit wieder die Wirklichkeit zurück und dem Menschen wird die rosarote Brille abgenommen.

Wenn das saturnische Prinzip zu stark auf einen Menschen einwirkt, so können die Gefühle erstarren und der Mensch verschließt sich und kann depressiv oder stark verhärtet werden. Wenn der Mensch die Hungerkur übertreibt, so droht er zu verhungern, da sein Körper mit einem gewissen Minimum an Ernährung auskommen muß. Das Extrem der saturnischen Wirkung ist die Erstarrung, die Kälte und der Tod.

Das saturnische Prinzip hat den Sinn der Regulierung. Damit ein soziales Zusammenleben möglich wird, brauchen die Menschen Regeln, die sie zwar in ihrer Freiheit beschränken, die ihnen aber auch die Sicherheit geben, daß die eigene Persönlichkeit bewahrt und geschützt wird. Zu viel Regeln grenzen den Handlungsfreiraum immer mehr ein und drängen den Menschen in ein mechanistisches Verhalten ohne Inspiration. Das Interesse verschwindet, die Freude stirbt ab und der Mensch lebt nur noch vor sich hin. Seine Lebensfreude ist stark abgebremst und seine Vitalität ist kaum noch spürbar. Er ist dann psychisch tot.

Auch in der Erziehung geht es um das Maß der Regulierung. Je mehr ein Kind in seiner Persönlichkeitsentfaltung eingeschränkt wird, desto lebloser wird es als Erwachsener werden. Zu wenig Regeln lassen ein Kind ausufern, es wird bodenlos und die ungebremsten Energien bewirken in ihm Unruhe und aggressives Verhalten. Es kann sich nicht in eine Gemeinschaft einfügen, da es nur von seinen egoistischen Trieben gesteuert wird.

Saturn wird oft als der Schicksalsplanet bezeichnet. Das saturnische Prinzip ist das Prinzip von Ursache und Wirkung. Jede Handlung und jeder Gedanke, jede Form von Energie hat einen Auslöser, der einen Prozeß in Gang setzt. Betrachten wir eine Reihe von Kugeln, von denen jede einzelne an einem Faden aufgehängt ist und im Ruhezustand die Nachbarkugeln berührt. Stößt nun die äußere Kugel die folgende an, gibt diese ihre Energie an die nächste weiter und so fort. Die letzte Kugel gibt ihre Energie dann wieder an die vorherige in der nun entgegengesetzten Richtung ab und der Bewegungsfortgang geht wieder zurück.

Dieser energetische Vorgang kann nur unterbrochen werden, wenn eine Kugel sich anders "entscheiden" würde und aus der Reihe springen könnte. Die Kugel als Materie hat diese Möglichkeit nicht. Der Mensch aber trägt die Möglichkeit in sich, die Beschränkungen seines Daseins anzunehmen und sich in diesem Rahmen seinen Freiraum zu gestalten. Schicksal wird dann als bedrohlich oder als belastend empfunden, wenn der Mensch nicht bereit ist, seine äußeren Gegebenheiten zu tragen. Im Annehmen der Last wird das Gewicht schon viel leichter. Saturn stellt die Aufgabe dar, in welchem Bereich der Mensch seine Last und seine Begrenzung anzunehmen hat.

 

 

Der Saturn von Karl im Zeichen Stier

Die Qualität der Zeit: Karl ist in eine Zeit hineingeboren, in der der Mensch feststellt, daß ihm in der Gesellschaft materiell nicht mehr alles so zur Verfügung steht, wie er es bisher gewohnt war. Er kann sich nicht mehr so ziellos ausbreiten und entwickeln, da die Zeichen der Zeit dorthin weisen, den Gürtel enger zu schnallen und mit mehr Vernunft und Planung mit dem Materiellen umzugehen. Das kann unter anderem die Familienplanung, den Städtebau und die Rohstoffversorgung in der Gesellschaft betreffen. Der Mensch stellt fest, daß materielle Werte ihn belasten und die Besitzgier häufig einen Verzicht auf wahre zwischenmenschliche Beziehungen mit sich bringen. Der Mensch wird aufgerufen, mit seinen Talern und Talenten - das sind die ererbten Fähigkeiten - bewußt und verantwortungsvoll umzugehen. Je weniger er bereit ist, mit anderen zu teilen oder andere Anteil haben zu lassen, desto größer wird seine Belastung werden.

Hemmnisse und Aufgaben: Karl hat ein starkes Bedürfnis nach materieller Sicherheit und es fällt ihm schwer, etwas hergeben zu müssen. Dagobert Duck ist diesem Laster verfallen und wird auch immer wieder mit Problemen konfrontiert, da sein großer Geldschrank von Einbrechern bedroht wird, die nur genauso gierig sind wie er. Im Grunde genommen ist bei Karl die Angst vor Veränderung so groß, daß er sich mit allen möglichen Mitteln absichern muß. Jedes Hergeben und Nachgeben bedroht seine eigens errichtete Festung aus Materie und Gewohnheiten. Da er mehr damit beschäftigt ist, alles um ihn herum festzuhalten und auch instandzuhalten, bemerkt er die Veränderung in seiner Umgebung nicht.

Zum Beispiel werden auch Beziehungen über viele Jahre hinweg aufrechterhalten, obwohl keine Gemeinsamkeiten oder Gefühlsverbindungen mehr bestehen. Alles in seiner Umwelt gehört zu seinem Inventar. Da Inventar leblose Materie ist, dürfen sich die Mitmenschen auch nicht verändern. Da aber der Zahn der Zeit auch nicht vor Materie halt macht, ist Karl hauptsächlich damit beschäftigt, den status quo seines Sicherheitsbewußtseins zu halten. Je mehr sich seine Umwelt verändert, desto mehr muß er arbeiten und festhalten.

Im Grunde genommen wird mit dem Zeichen Stier der Zustand der Kontemplation beschrieben, bei der das Individuum aus seinem fixen Mittelpunkt heraus die Veränderungen und die Rhythmen des Lebens wahrnehmen kann.

Abwehrmechanismen: Mit dieser Saturnstellung kann sich Karl auch allem Materiellen entsagen und eine Verzichtshaltung einnehmen. In seinem Inneren taucht in ihm aber das Gefühl auf, daß für ihn nichts bereitgestellt wird, daß er nie etwas bekommt und nichts hat. Er nimmt immer mehr eine Frustrationshaltung ein, die ein Zeichen seines Besitzanspruches ist. Für Karl stellt sich die Aufgabe, verantwortungsbewußt zu überdenken, was er wirklich braucht und sich diese Dinge auch zu erarbeiten. Jeglicher Verzicht ist nämlich ein verdrängtes Brauchen, das mit dieser Saturnkonstellation als Belastung erlebt wird. Andererseits kann die maßlose Gier auch wieder den Verzicht nach sich ziehen, indem die Dinge verloren gehen oder indem der Mensch einmal feststellen muß, daß ihm sein ganzer Besitz nichts nützt, um glücklich zu werden.

Erziehung: Von seinen Eltern kann Karl lernen, mit den Gütern der Erde verantwortungsbewußt umzugehen. In unserer heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft gehen die materiellen Werte verloren. Alles scheint ersetzt werden zu können und Überflüssiges wird weggeworfen. Nur in der Erkenntnis, wie kostbar ein Stück Apfel oder ein Kuscheltier wirklich ist, kann Karl eine verantwortungsbewußte Einstellung zur Materie bekommen. Dann kann er auch wirklich genießen und braucht nicht mehr so viel von allem, um zu glauben, genossen zu haben. Das Teilen fällt ihm dann nicht mehr schwer, da er seinen wahren Reichtum erkannt hat.

Da Saturn ungefähr zwei bis drei Jahre in einem astrologischen Zeichen verweilt, betreffen die Themen, die er mit seiner Zeichenstellung beschreibt, ganze Jahrgänge einer Generation.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Saturn im 2. Haus, zu Venus-Saturn-Aspekten, zur Venus im 10. Haus und zur Venus im Steinbock.

 

Der Saturn von Karl im vierten Haus

Familie und Herkunft: Karl kann sich in der Familie emotional nicht so recht öffnen, da von ihm Disziplin und Verantwortung gefordert werden. Aus seiner Sicht scheint er auf Geborgenheit und Zuwendung verzichten zu müssen, da es für seine Eltern eine noch wichtigere und vielleicht auch belastendere Aufgabe gibt. Manchmal muß ein kranker Großelternteil gepflegt werden, der dem kleinen Kind die Zeit der Zuwendung abspenstig macht. Es kann auch sein, daß die leiblichen Eltern von Karl getrennt leben und nun der Elternteil, bei dem er lebt, allein für ihn aufzukommen hat. Er kann sich aber auch als Pflege- oder Findelkind zu wenig in die Familie integriert fühlen.

Auch in einer intakten Familie kann er in eine Situation hineingeboren worden sein, in der seine Eltern durch seine Ankunft erst einmal mit einer zusätzlichen Belastung fertig werden mußten. In Karl taucht das Lebensgefühl auf, sich seinen Platz in der Familie erarbeiten zu müssen. Er braucht eine Lebensberechtigung, die er sich und anderen anscheinend beweisen muß.

Eltern-Kind-Beziehung: In der Wahrnehmung von Karl scheint die Mutter überlastet zu sein, da der Vater ihr nicht genügend Unterstützung zukommen lassen kann. Vielleicht ist der Vater arbeitslos oder er hat zu viel Arbeit, vielleicht verdient er zu wenig Geld für den Unterhalt der Familie oder er leidet zeitweise an einem Gebrechen. Die Mutter fordert im übertragenen Sinne die fehlende Unterstützung des Vaters von Karl ein, indem er Pflichten und Verantwortung in der Familie zu übernehmen hat, für die er sich als noch ein wenig zu klein vorkommen kann oder die sehr viel psychische Stärke von ihm abverlangen. Dadurch, daß der Vater für die Mutter als psychische und auch als tatkräftige Unterstützung ausfällt, scheint für Karl nicht mehr viel Zeit für Zuwendung und zum Spielen übrigzubleiben.

Ein Kind mit dieser Saturnstellung muß häufig Verantwortung für die jüngeren Geschwister übernehmen und sie sogar versorgen, da die Mutter anderweitig beschäftigt ist. In allen Fällen nimmt ein so betroffenes Kind die Last der Mutter aufgrund seines Daseins in sich auf. Karl fühlt sich ihr gegenüber schuldig und muß ihr helfen, weshalb er für einige Entbehrungen bereit ist. Erst in der Pubertät vermißt er die körperliche Nähe und die liebevolle Zuwendung, die wahrscheinlich nicht so ausgeprägt für ihn erlebbar waren, wie er es sich gewünscht hätte.

Hemmnisse und Aufgaben: In Karl verdichtet sich die Einstellung, daß er immer etwas leisten muß, damit er akzeptiert wird, daß aber an Zuwendung für ihn immer zu wenig vorhanden ist. Er verzichtet und er schließt seine Gefühle in sich ein. Karl wird sich nicht trauen, seinen Eltern vorzuwerfen, daß er von ihnen zu wenig Liebe erhält, da er Angst hat, noch mehr in die Außenseiterposition innerhalb der Familie zu geraten. Karl traut sich nicht, egoistisch zu sein, ist aber bestrebt, sich in seiner Familie selbständig zu machen, damit er ihr nicht allzu lange zur Last fallen muß. Daher kann er einen großen Ehrgeiz in seine berufliche Karriere hineinlegen. Nicht selten versorgen Kinder mit so einer Saturnstellung in späteren Jahren ihre Eltern.

Depression kommt dann auf, wenn sich so ein Kind in der Familie als unerwünscht empfindet. Aus astrologischer Erfahrung ist ein Kind mit dieser Saturnstellung am Anfang der Schwangerschaft noch nicht so recht willkommen.

Erziehung: Zwischen Eltern und Kind herrscht ein gegenseitiges Schuldgefühl. Das Kind fühlt sich schuldig, überhaupt auf die Welt gekommen zu sein und den Eltern so viel Umstände gemacht zu haben. Die Eltern fühlen sich schuldig, weil sie ihre Unzulänglichkeit, was die Zuwendung und die Zeitaufwendung für ihr Kind betrifft, durchaus wahrnehmen. Sie haben immer die Befürchtung, zu wenig für ihr Kind zu tun. Für Karl kann so eine Situation keine Lösung sein, da die Schuld der Eltern ihn wiederum belastet, und er ihnen damit noch mehr zur Last fallen muß.

Die Lösung einer saturnischen Beziehung liegt nicht in der Vermeidung, sondern im Annehmen, daß die Situation so ist. Die Eltern können ihrem Kind nicht helfen, wenn sie sich immer vorsagen, daß alles anders wäre, wenn sich bestimmte Dinge oder Personen verändert hätten. Indem sie hinter ihrer belastenden Situation stehen, können sie auch die psychische Leistung des Kindes annehmen und ihm in Dankbarkeit gegenüberstehen. So kann sich Karl als wahrgenommen fühlen und auch lernen, mit seinen Schuldgefühlen besser umzugehen, da er ja auch einen Teil beitragen kann, der angenommen wird.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Saturn im Krebs, zu Mond-Saturn-Aspekten, zum Mond im 10. Haus und zum Mond im Steinbock.

 

Der Saturn von Karl in Konjunktion zum Neptun

Allgemein: Verhärtung und Aufweichung

Durchlässigkeit: Karl wird in seine Werke und Arbeiten sehr viel Phantasie hineinbringen. Beim Arbeiten ist er vielleicht nicht gerade der Schnellste, da er immer wieder gedankenversunken seine Arbeit vergessen kann. Karl als ein Kind dieser Generation hat die Möglichkeit, die kosmischen Gesetze in sich zu entdecken und zu akzeptieren. Er wird fähig sein, sich dem Feinstofflichen zu öffnen und eine neue Demut der Natur gegenüber zu entwickeln. Transzendente Methoden wie Meditation und Selbstheilung wird er in sein Leben integrieren können.

Hemmnisse und Aufgaben: Die Zielsetzungen der Menschen, die mit der Ausbeutung der Mutter Erde zu tun haben, stoßen auf eine Grenze, die den Menschen freiwilligen Verzicht und Einschränkung abverlangt. Ein Kind dieser Generation wird lernen müssen, seine egoistischen Absichten der Gesamtheit der Menschen und der Natur zu opfern. Es ist in eine Konsumgesellschaft hineingeboren worden, die es sich in der Zukunft nicht mehr erlauben kann, als Wegwerfgesellschaft zu funktionieren. So ein Kind wird mit Verzicht, Sparsamkeit und vernünftigem Einsatz der irdischen Güter konfrontiert werden. Einzig und allein die Liebe zur Natur wird es diese Einschränkungen ertragen lassen. Indem die Natur die Grenzen des Menschen überschreitet, wird sich der Mensch wieder in seine Grenzen zurückziehen müssen. Hier erfolgt eine Regulation über Mäßigkeit.

Erziehung: Schon in der Familie kann Karl auf die Boten der Zukunft vorbereitet werden, indem er lernt, mit Lebensmitteln sorgfältig umzugehen, Wasser wieder als kostbares Gut zu betrachten und sich mit der Wiederverwendung der Konsumgüter zu befassen. Die Eltern können ihm den sorgfältigen Umgang mit der Umwelt als Gesundungs- und Reduktionsverhalten vermitteln. Für Karl kann dies nicht mehr als leidliches Opfer oder als verleidende Einschränkung gelten, da er als Erwachsener damit sein Leben bestreiten wird.

Generationenaspekt: Die Saturn-Neptun-Konjunktion kommt nicht sehr häufig vor und kann in einer weiten bis engen Konjunktion etwa ein Jahr andauern. 195253 ist eine enge Saturn-Neptun-Konjunktion in der Waage, 1989 im Steinbock und 20252026 im Widder zu verzeichnen. Durch den langen Zeitraum, den diese Konjunktion vereinnahmt, sind von der beschriebenen Thematik ganze Jahrgänge betroffen.

Da dieser Aspekt über einen längeren Zeitraum wirksam ist, wird er als Generationenaspekt bezeichnet und kann thematisch mehrere Jahrgänge prägen.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Saturn in den Fischen, zum Saturn im 12. Haus, zum Neptun im 10. Haus und zum Neptun im Steinbock.

 

 

Was bedeutet der Uranus im Horoskop?

Uranus ist ein sogenannter unpersönlicher Planet, dessen Energie nicht den persönlichen Belangen eines Menschen dienen soll, sondern für die Anliegen einer Gruppe, eines Kollektivs. Uranus beschreibt die geistige Energie eines erweiterten Bewußtseins, die mit Eingebungen, Einfällen und Blitzgedanken einhergeht. Über die uranische Energie steht der Mensch mit den Gedanken aller Menschen in Verbindung, so daß bestimmte Ideen in einer bestimmten Zeit auftreten, in der sich alle Menschen von dieser Idee angesprochen fühlen. Da die energetische Richtung des Uranus mehr in die Zukunft ausgerichtet ist, sind diese Ideen Ideale, denen die Menschen einer Gesellschaft entgegenstreben.

Diese uranische geistige Energie ist nicht über den Körper geerdet, so daß Vergangenheit bei einerm uranischen Ereignis keine Rolle spielt. Der Mensch setzt sich mit dieser Uranus-Energie über Bestehendes hinweg und kann damit auch zerstörerisch wirken, da es ihm nicht um die Erhaltung von Materie oder Ordnung geht, die die Vorgänge in der Realität regeln. Ungeerdete Energie zeigt ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten und kann sich ungebremst fortsetzen. Daher geht es einem uranischen Menschen um Freiheit. Im humanitären Sinne sind das die demokratischen Grundsätze der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Das ungeerdete Freiheitsbestreben bedeutet ständige Veränderung, Entwurzelung und ewige Erneuerung. Die uranische Energie ist mit einem Wechselstrom zu vergleichen, bei dem ständig die Polrichtung gewechselt wird. Im übertragenen Sinne ist das die Gegenteiligkeit, die der Mensch in Auflehnung und in der Anti-Haltung zu einer bestehenden Sache lebt. Das kann im positiven Sinne eine Erneuerung, im negativen Sinne eine Zerstörung bedeuten. Die uranische Energie an sich ist wertfrei und folgt nur dem Prinzip der Wechselseitigkeit. Für den Menschen aber ist es wichtig, wie er mit diesem Energiepotential umgeht, das ihn in irgendeiner Form dazu zwingt, an statischen Zuständen nicht festzuhalten.

 

 

Der Uranus von Karl im Zeichen Jungfrau

Die Qualität der Zeit: Karl ist in eine Zeit hinbeingeboren worden, in der die Technik in der praktischen Anwendung rasanten Fortschritt machen kann. Der Forschergeist richtet sich auf zweckmäßige Erfindungen, die immense Erleichterungen im Alltag verschaffen können. Produktionsweisen werden revolutioniert, und der Mensch kann sich über Arbeitserleichterungen mehr Freizeit verschaffen. Allerdings neigt in dieser Zeit der Mensch dazu, die Früchte der Erde zu verschwenden. Er hat mehr das Neue und die Abwechslung im Kopf und verliert dadurch an Sorgfalt, alte oder gebrauchte Dinge wiederzuverwenden und nicht einfach wegzuwerfen. In der Gesellschaft herrscht der Gedanke, alle Produkte der Arbeit ersetzen zu können. Es kann für die in dieser Zeit Geborenen die Aufgabe der Zukunft werden, Technologien zu entwickeln, die die Wiederverwertung der materiellen Güter ermöglichen. Im Gesundheitswesen werden bahnbrechende Verfahren auftauchen, mit denen dem Menschen Heilungsmethoden zugeführt werden, die allerdings von außen auf den Körper einwirken und nicht unbedingt die Selbstheilungskräfte anregen. In der Arbeiterbewegung kann es zu Aufständen und Befreiungstendenzen kommen, da die Gesellschaft für Arbeitsmöglichkeiten plädiert, die allen offenstehen sollen. Völkerrechtlich kann es zu einem Arbeitsaustausch kommen, so daß Produktionen in anderen Ländern stattfinden oder fremde Arbeiter Arbeitsplätze bereitgestellt bekommen.

Erziehung: Karl zeigt viele Fähigkeiten im Umgang mit Technik. Er kann sich leicht in andere technische Systeme einarbeiten und eignet sich darin Fingerfertigkeiten an. Sein praktischer Einfallsreichtum ist unkonventionell, aber enorm und befähigt ihn, mit verschiedenen, auch ungewöhnlichen Situationen durch seinen praktischen Verstand problemlos umzugehen. Für ihn kann es irgendwann einmal wichtig werden, seine Ernährungsgewohnheiten völlig umzustellen, da er zu ungesunder Ernährungsweise neigt. Weil sich bei ihm Streß und Anspannungen auf den Körper legen können, sollte er genügend Bewegung, vor allem an der frischen Luft, erhalten.

Da sich der Uranus über mehrere Jahre in einem Zeichen aufhält, beschreibt er eine Zeit gesellschaftlicher Entwicklung. Dadurch, daß diese Zeichenstellung des Planeten einen ganzen Zeitabschnitt begleitet, weisen im Horoskop mehrere Geburtsjahrgänge diese uranische Zeichenbeschreibung auf. Ein Thema, das die gesamte Gesellschaft betrifft, kann somit erfaßt werden. Im Kinderhoroskop sollte die Zeichenstellung des Uranus nur dann gewertet werden, wenn noch andere astrologische Verbindungen das Thema betonen.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Uranus im 6. Haus, zu Merkur-Uranus-Aspekten, zum Merkur im 11. Haus und zum Merkur im Wassermann.

 

Der Uranus von Karl im achten Haus

Tiefe Wandlungen: In Karl ist ein Wissen tief verankert, daß er sein Leben jederzeit verlieren kann. Das kann ihn dazu bewegen, sich an materiellen Besitz und an Menschen zu klammern. Leider macht er immer wieder die Erfahrung, daß er seine Mitmenschen zu sehr vereinnahmt und gerade dadurch von ihnen abgewiesen wird. Als Kind kann er in einen verzweifelten Kampf hineingeraten und sich niemals sicher und angenommen empfinden. Obwohl er wahrscheinlich auch Zuwendung erhält, scheint es ihm niemals genug, und dieses Mehr-Haben-Wollen wird ihm nicht erfüllt. In einem Kind kommt dann sehr bald die existentielle Angst auf, verlassen zu werden. Abschiede laufen in seinem Inneren immer dramatisch ab, da er damit rechnet, den Menschen niemals wiederzusehen. Im Hintergrund befaßt sich Karl schon als Kind sehr intensiv mit dem Thema Tod, das er auch im übertragenen Sinne mit seinem Abschiednehmen verarbeitet. In Beziehungen wiederholt sich für ihn immer wieder das Thema des Loslassens. Damit wird er aus seiner psychischen Haltung heraus dazu gezwungen, im Hier und Jetzt zu leben und jeden Tag in seiner absoluten Intensität zu leben. Das Thema des Loslassens begleitet ihn bei Trennung und Abschied so lange, bis er - wahrscheinlich erst im späteren Alter - gelernt hat, innerhalb einer Bindung loszulassen. Dann wird er aber Intensität leben können, ohne Forderungen an andere Menschen oder ans Leben zu stellen und ohne den Augenblick und die Beziehung festzuhalten.

Schattenbilder und Verdrängungen: Karl fällt es nicht leicht, sich mit seinen schwierigen Seiten anzufreunden. Kritik trifft ihn tief, und er kann so manche Trennung vom Zaun brechen, nur weil er glaubt, in seiner Eigenwilligkeit und Originalität nicht akzeptiert zu werden. Kritik kann für ihn als äußerer Zwang gesehen werden, ihn der Masse anpassen zu wollen. Tiefgreifende Veränderungen seiner Persönlichkeit fallen ihm sehr schwer, da er die eigenen Schattenbilder nicht sehen möchte. Trotzdem bewegen ihn seine verdeckten und verdrängten unliebsamen Seiten sehr - allerdings nur, wenn er sie in anderen Menschen entdecken und kritisieren kann. Zum Beispiel stört ihn an jemandem besonders dessen egoistisches Ausnutzen, ohne zu merken, wie sehr er selbst Menschen in seinem Umfeld benutzt.

Erneuerndes Kraftpotential: Trennungen können sehr plötzlich passieren, vor allem dann, wenn Karl immer noch nicht bereit ist, das Böse statt im anderen bei sich selber zu sehen. Allerdings ist er auch bereit für Neuanfänge und kann dabei die Vergangenheit völlig vergessen. Wenn er seine existentielle Angst verdrängt - nämlich auf keinen Fall alleine zu sein -, kann ihm sein Unbewußtes einen Streich spielen und ihn in riskante Situationen hineinmanövrieren, in denen er sich draufgängerisch in Gefahr begibt.

Erziehung: Aus seiner Angst heraus, sich zu sehr zu binden oder durch Trennung und Ablehnung wieder enttäuscht zu werden, kann sich Karl manchmal kratzbürstig und abweisend verhalten. Damit will er sich vormachen, daß er sowieso niemanden braucht und ganz gut alleine zurechtkommt. Im Grunde genommen ist diese Kälte Ausdruck der tiefen Angst, verlassen zu werden. Sein eigentliches Bedürfnis dabei ist das Klammern, das ihm verwehrt wird.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Uranus im Skorpion, zu Uranus-Pluto-Aspekten, zum Pluto im 11. Haus und zum Pluto im Wassermann.

 

Der Uranus von Karl im Trigon zum Neptun

Allgemein: Abgrenzung und Beeinflußbarkeit

Die Qualität der Zeit: Karl ist in eine Zeit hineingeboren, in der es in der Gesellschaft um Themen der Befreiung und um die Zusammenführung der Menschen geht. Humanitäre Grundsätze werden laut, die den Menschen helfen sollen, sich aus ihrer Not zu befreien. Der Hang zum Idealismus ist groß, und der Freiheitsbegriff spielt eine Rolle. In der Gesellschaft entsteht ein neues Bewußtsein, das im gesellschaftlichen Leben die Verbundenheit der Menschen mit dem Wir fördert. Der Mensch kann erkennen, daß die Befreiung seiner Persönlichkeit in seinem Inneren passieren muß und nicht durch Aufstände im äußeren Lebensbereich erreichbar ist. Bewußtseinserweiternde Methoden lassen den Menschen sich als Individuum wahrnehmen und zeigen ihm, daß die Menschen in tiefer Verbundenheit miteinander stehen. Die Menschen bereiten eine gemeinsame Lebensweise vor, die in der Vergangenheit nicht für möglich gehalten wurde.

Erziehung: Karl ist auf dem Weg, ganz er selbst zu sein. Dahinter verbirgt sich keine Egozentrik und auch kein Ausschluß aus der Gemeinschaft. Er kann Bereiche finden, in denen er sozial integriert ist und seinen individuellen Auftrag in der Gesellschaft erfüllt. Er kann sich mit übersinnlichen Wahrnehmungen und mit transzendenten Bewußtseinsentwicklungen auseinandersetzen wollen. In ihm liegt die Möglichkeit, sich als Individuum in einer Gruppe zu verwirklichen. Seine Ideale beziehen sich darauf, trotz inniger Bindung an die Menschen sich selbst nicht aufgeben zu müssen.

Generationenaspekt: Dieser Aspekt kommt sehr selten vor und dauert aufgrund der langen Umlaufszeit beider Planeten um die Sonne mehrere Jahre. Dadurch, daß dieser Aspekt einen ganzen Zeitabschnitt begleitet, weisen im Horoskop mehrere Geburtsjahrgänge diese Aspektierung auf. Die angezeigten Themen betreffen die gesamte Gesellschaft. Dieser Aspekt kann deshalb im Kinderhoroskop nur dann persönlich gewertet werden, wenn er mit anderen Planeten in Beziehung steht oder astrologische Verbindungen sein Thema betonen.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Uranus in den Fischen, zum Uranus im 12. Haus, zum Neptun im 11. Haus und zum Neptun im Wassermann.

 

 

Was bedeutet der Neptun im Horoskop?

Der Neptun beschreibt das auflösende Prinzip, das alle Verhärtungen aufweicht und dem zusammenziehenden Prinzip des Saturns entgegenwirkt. Über Neptun kommt der Mensch nach einer Anspannung wieder zur Entspannung und zum völligen Losgelöstsein von einer ihn sonst zur Verkrampfung führenden Tätigkeit.

Die Energie des Neptun beschreibt die fließenden Vorgänge in der Welt und wird somit auch mit den Gefühlen in Verbindung gebracht. Allerdings unterliegt sie keinem persönlichen Prinzip, da sich die Menschen über sie miteinander verbunden fühlen können. Sobald die neptunische Energie persönlich eingesetzt wird, kommt der Mensch in einen Zustand des Berauscht-Sein-Wollens, da er sich mit den Realitäten nicht mehr auseinandersetzen möchte. Er entflieht dann der Welt und verliert sich in einer grenzenlosen Sehnsucht.

Mit der neptunischen Energie stellt der Mensch sein Urvertrauen wieder her, durch das er sich mit seiner Mutter als symbiotisch fühlen kann. Später wird er dieses Urvertrauen mit seinem Bewußtsein in die kosmische Ordnung übertragen - was ihn sich in der Regel auf die religiöse Suche begeben läßt - und er kann sich in der Weltordnung aufgehoben fühlen.

Über die neptunische Energie kann der Mensch einen Bezug zu seiner Seele herstellen und sich mit den Seelen aller Menschen verbunden fühlen, da er spürt, von einer gemeinsamen Urmutter abzustammen, zu der er in einem anderen psychischen Bewußtseinszustand zurückkehren kann. Wahre Liebe ist uneigennützig und nicht auf persönliche Absichten fixiert, so daß sie nur über die Mobilisierung der neptunischen Energien gelebt werden kann.

 

 

Der Neptun von Karl im Zeichen Stier

Die Qualität der Zeit: 1874-1889

Karl ist in eine Zeit hineingeboren, in der es den Menschen um die Vereinigung ihrer Territorien geht, die ihre Ahnen einst bewohnt haben. Es geht den Menschen um Visionen, die sie in materieller Hinsicht zu verwirklichen suchen.

Erziehung: Für Karl ergibt sich die Aufgabe, kreativ mit der Materie umzugehen und materielle Werte auf ihren schöngeistigen und ideellen Wert hin zu betrachten. Er wird zum Sammeln schöner Dinge tendieren und Ästhetik soll in allem ihn Umgebenden enthalten sein.

Da sich der Neptun über mehrere Jahre in einem Zeichen aufhält, beschreibt er eine Zeitqualität, die in der Gesellschaft einen Prozeß auslöst. Somit werden mehrere Geburtsjahrgänge dieselbe Zeichenstellung des Neptun vorweisen, so daß die Menschen mit derselben Zeichenstellung des Neptun ein gemeinsames gesellschaftliches Thema zu bewältigen haben. In der Astrologie spricht man von einem Generationenaspekt. Im Kinderhoroskop sollte die Zeichenstellung des Neptun nur dann gewertet werden, wenn noch andere astrologische Verbindungen das Thema betonen.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Neptun im 2. Haus, zu Venus-Neptun-Aspekten, zur Venus im 12. Haus und zur Venus in den Fischen.

 

Der Neptun von Karl im vierten Haus

Familie und Herkunft: Karl hat vermutlich eher das Gefühl, in seine Familie auf mysteriöse Weise hineingeraten zu sein, als daß er von einer klaren Abstammung sprechen könnte. So ganz verwurzelt scheint er mit seiner Herkunft nicht zu sein, da er die absolute Symbiose mit seinen Familienmitgliedern nicht finden kann und sich somit nicht ganz zugehörig fühlt. Ein Kind mit dieser Neptunstellung ist auch oft unter seinen Geschwistern dasjenige, das von seinen Eltern nicht so ganz geplant war. Da es sich ein wenig eingeschmuggelt vorkommt, gleicht es sich der Familienatmosphäre stark an, um nicht aufzufallen.

Karl ist sehr empfindsam, was seine anderen Familienmitglieder angeht, und er läßt sich daher seine Rolle in der Familie von den anderen Familienmitgliedern weit mehr zuschreiben, als daß er sich aus seinem eigenen Antrieb heraus einen Platz in der Familie erkämpfen würde. Das verstärkt andererseits in ihm wiederum das Gefühl, nicht ganz integriert zu sein, da seine Eigenarten auf seinem zugewiesenen Platz vielleicht nicht sonderlich zur Geltung kommen können.

Eltern-Beziehung: Ein Kind mit dieser Neptunstellung wünscht sich eine völlige Symbiose mit seinen Eltern, die es aber nicht seinen Erwartungen gemäß erleben kann, da es vielleicht mit mehreren Bezugspersonen konfrontiert wird, die unterschiedliche Eigenarten und Ansichten haben. Karl fühlt sich dann in seiner inneren Sehnsucht nicht verstanden, was in ihm ein Gefühl der Einsamkeit zurückläßt.

Karl saugt wie ein Schwamm alle unausgesprochenen Gefühlsregungen und Stimmungen seines familiären Umfeldes auf und bezieht oft die schwebenden Spannungen, die zum Beispiel durch Konflikte der Eltern untereinander vorherrschen, auf sich selbst, wodurch er sich dann ungeliebt fühlen kann.

Durchlässigkeit: Über den starken neptunischen Einfluß sieht sich Karl durch die Augen seiner Familie. Intuitiv erfüllt er die Erwartungen seiner Eltern und wird sich daher zeitweise vermutlich den von ihnen vorgegebenen Fußstapfen folgen, ohne kritisch darüber nachzudenken, ob er das eigentlich auch selber möchte. Er findet sich irgendwo hineingeworfen und versucht dann, mit der Situation zurechtzukommen.

Alice Miller beschreibt in ihrem Buch "Das Drama des begabten Kindes" die Beeinflußbarkeit und auch die Wehrlosigkeit eines Kindes mit dieser Neptunstellung, das sich seiner Familie ausliefert und durch seine Durchlässigkeit das psychische Erbe der familiären Störungen in sich aufnimmt. Ein solches Kind bietet sich für die Rolle des Sündenbocks ebenso an, wie es die hohen Erwartungen der Eltern bezüglich einer Karriere zu erfüllen versucht.

Durch seine Sensibilität bringt Karl viel Verständnis für seine Familienmitglieder auf und kann deren Situation meist besser nachvollziehen und verstehen als seine eigene. Soziales Verhalten wird in der Familie sicherlich sehr betont und vermutlich üben die Eltern einen sozial-helferischen Beruf aus.

Erziehung: Ein Kind mit dieser Neptunstellung hat es meist schwer, in die Erwachsenenrolle hineinzuwachsen, da es immer auf die Erwartungshaltung der Familie zurückblickt und nur schwer sein eigenes Selbstbewußtsein entwickelt. Wenn sein Eigenwille in der Familie eliminiert wird und das Kind sowieso den Eindruck hat, daß es in seiner Eigenart nicht gesehen wird, kann es innerhalb des Familienverbandes keine individuelle Laufbahn einschlagen. Solche Kinder kommen oft erst nach ihrem 28. Lebensjahr zu ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung.

Um Karl helfen zu können, braucht er die Akzeptanz seiner Eltern für seine idealistischen Vorstellungen, die er wahrscheinlich vom Leben hat. Über diese von den Eltern häufig als abgehoben abgewerteten Ideen kann Karl jedoch den Zugang zu seiner Persönlichkeit finden. Mit ein wenig Einfühlungsvermögen können die Eltern die Beweggründe ihres Kindes verstehen und vielleicht sogar fördern lernen.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Neptun im Krebs, zu Mond-Neptun-Aspekten, zum Mond im 12. Haus und zum Mond in den Fischen.

 

 

Was bedeutet der Pluto im Horoskop?

Pluto beschreibt ein alchimistisches Prinzip, nach dem Metalle zu Gold transformiert werden können. Die plutonische Energie beschreibt das Wesen der Wandlung, das auch darin einen Ausdruck findet, daß aus einer Blüte ein Apfel wachsen kann. Die Metamorphose in der Biologie unterliegt dem plutonischen Prinzip, durch das aus einer Raupe ein Schmetterling entstehen kann.

Allem Vergehen und Entstehen liegen plutonische Kräfte zugrunde, so daß der Mensch schon im Rhythmus des Jahres in diese wandelbare Energie miteingeschlossen wird. Im Herbst sterben viele Pflanzen ab, die ihr Samenkorn in der Erde zurückgelassen haben, aus dem eine neue Pflanze erwachsen kann. Somit liegt im Sterben auch gleichzeitig wieder das Werden begründet.

Wenn man vielleicht auch nicht an ein Leben nach dem Tode glauben möchte, so wird man doch das wandelnde und fruchtbare Prinzip im Sterben wiederfinden können: Bei der Kompostierung im Garten entsteht aus verwelkenden Pflanzen nach der Verrottung Humus, der den Samen dieser abgestorbenen Pflanzen wiederum als Nährboden dient. Ohne Humus können die Samen nicht keimen und so in der entstehenden Pflanze keinen neuen Seinszustand erlangen.

Jeder Übergang von einem Zustand in einen anderen erscheint radikal. Wenn ein schön gebauter Schneemann in der Sonne zu Wasser schmilzt, sieht das unerbittlich und trostlos aus. Je mehr der Mensch an einem alten Zustand festhält, desto schmerzvoller wird der Übergang zu einem neuen Anfang werden. In der Regel ist ja auch hinreichend bekannt, daß der Mensch nur dann eine Veränderung in sich zuläßt, wenn er unter einem Leidensdruck steht, wenn er sich also in einem Zustand psychischer Schmerzen befindet, die auch in vielen Fällen den Leidensweg vor dem Sterben begleiten.

Die plutonische Energie kann als Heilungsenergie betrachtet werden, die dazu verhilft, mit altem, überlebtem Ballast aufzuräumen und alte Wunden aufbrechen und wieder verheilen zu lassen, womit die Basis für etwas Neues geschaffen wird. Allerdings bleiben die Narben der Erinnerung als Erfahrungen ein Leben lang spürbar;sie können ein Zeichen dafür sein, wie tief sich die damit verbundene Erkenntnis in die Seele eingegraben hat.

Verwandlungen finden im Verborgenen statt und können nicht bewußt mitverfolgt oder gar kontrolliert werden. Dem Pluto werden die Instinkte des Menschen zugeordnet, die triebgesteuert und unkontrollierbar ablaufen. Die plutonische Energie beschreibt eine Kraft, die so mächtig wie die Lava bei einem Vulkanausbruch aus dem Inneren hervorbricht. Sie ist so mächtig wie eine Naturgewalt, wie ein Einfluß, dem sich der Mensch nicht entziehen kann, dem er ausgeliefert ist und der in ihm ein Gefühl der Ohnmacht hinterläßt, wenn er sich gegen diese Übermacht zur Wehr setzt.

Alle Wandlungsprozesse erfordern ein Loslassen und ein Abschiednehmen von Vergangenem. Die plutonische Energie läßt den Menschen durch die Hölle gehen, die darin besteht, daß er vor dem Übertritt in ein neues Bewußtsein mit allen Schandtaten der Vergangenheit konfrontiert wird. Wenn der Mensch allen Schatten seiner Psyche begegnet ist, wenn er sich von allen Verhaftungen gelöst hat, kann ihm das Leben nichts mehr anhaben und er ist frei und mächtig.

 

 

Der Pluto von Karl im Zeichen Stier

Die Qualität der Zeit: 1850-1884

Karl ist in eine Zeit hineingeboren, in der ein Wandel in den traditionellen Werten vor sich geht. Über eine Neubewertung der Bodenschätze und des Kapitals werden neue Besitzrechte geschaffen werden. In das Materielle kommt über den Handel Bewegung hinein, da die Menschen den neu bewerteten Produkten besondere Beachtung schenken. Viele Menschen werden ihre Machtansprüche auf Grund und Boden geltend machen und damit mit den bisherigen Stabilitäten in Konflikt geraten. Die Materie unterliegt einer Umwälzung, die den Menschen zu entwurzeln droht, da er sich nicht mehr auf bisherige Sicherheiten stützen kann.

Erziehung: Karl wird sich vor die Aufgabe gestellt sehen, sich von seinen in der Kindheit geschaffenen materiellen Verhaftungen zu befreien. Möglicherweise wird er sich schweren Herzens von geliebten Dingen lösen müssen, um zu erkennen, daß der wahre Reichtum in seinem Inneren liegt. Über künstlerisch-kreative Fähigkeiten oder mit der Durchleuchtung seines Beziehungslebens kommt er an seine wahren Schätze. Familiäre Traditionen wird er einer radikalen Erneuerung unterziehen und sich eventuell von einem übernommenen Familienbetrieb lösen wollen.

Da sich der Pluto über mehrere Jahre in einem Zeichen aufhält, beschreibt er eine Zeitqualität, die in der Gesellschaft einen Prozeß auslöst. Somit werden mehrere Geburtsjahrgänge dieselbe Zeichenstellung des Pluto aufweisen, so daß die Menschen mit derselben Zeichenstellung des Pluto ein gemeinsames gesellschaftliches Thema zu bewältigen haben. In der Astrologie spricht man von einem Generationenaspekt. Im Kinderhoroskop sollte die Zeichenstellung des Pluto nur dann bewertet werden, wenn noch andere astrologische Verbindungen das Thema betonen.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Pluto im 2. Haus, zu Venus-Pluto-Aspekten, zur Venus im 8. Haus und zur Venus im Skorpion.

 

Der Pluto von Karl im fünften Haus

Selbstdarstellung: Karl verfügt über viel schöpferische Kraft, durch die er seinen inneren Eingebungen ein äußeres Bild verschafft. In ihm liegt ein Reichtum an Talenten, die im künstlerischen Bereich liegen können. Auch kann man an ihm eine "ererbte" Fähigkeit entdecken, die schon bei einem Vorfahren als herausragend zu bezeichnen war. Alle seine Herzensangelegenheiten betreibt er mit höchster Intensität und Ausdauer.

Karl wird einen Bereich finden, der ihn voll gefangen nimmt und mit dem er sich identifizieren kann. Seine Interessen können im Bereich der Geheimwissenschaften liegen - wie etwa esoterische Wissensgebiete -, mit seiner Spürnase kann er sich aber auch in psychologisch-therapeutische Bereiche hineinwagen und die Hintergründe einer Person ergründen wollen. Karl sucht für seine Persönlichkeit nach Beachtung. Er möchte in seinen ihm wichtigen Dingen und Bereichen dominieren und als maßgeblich gelten.

Vaterbeziehung: Der Vater spielt schon sehr früh eine stark beeinflussende Rolle. Karl kann seinem Vater scheinbar nie das Wasser reichen, da er sich entweder mit einem Vaterbild herumschlägt, das zu mächtig ist, als daß er diesem nahekommen könnte, so gerne er das auch wollte.

Karl kann aber auch von seinem Vater im Unbewußten die Botschaft übernehmen, daß er ihm nicht zu nahe kommen und vor allem niemals besser sein darf als er. Karl wird einen erbitterten Machtkampf mit seinem Vater führen, da er ihm mit seinem eigenen Machtanspruch die Stirn bieten will. Mit einer Besessenheit kann sich Karl ihm beweisen wollen und dabei übers Ziel hinauschießen, indem er immer größere Vorstellungen von der Gewichtigkeit seiner Person hat und sich von keinem mehr etwas vorschreiben lassen möchte.

Damit beschreitet Karl dann einen Weg der absoluten Egozentrik und seine Mitmenschen werden dabei nichts mehr zu lachen haben. Karl kann aber auch zwanghaft-ängstlich werden und in einer absoluten Blockade seiner Ausdrucksmöglichkeiten gefangen sein, da ihm nichts perfekt genug vorkommt.

Schattenbilder und Verdrängungen: Karl fühlt sich von seinem Vater nicht erwünscht, da er immer wieder dessen Mißachtung und Geringschätzung wahrzunehmen glaubt. Er scheint dem Kind so stark und übermächtig zu sein, so daß es sich nicht gegen ihn auflehnen kann. Damit kommt dem Vater gegenüber ein Gefühl des Ausgeliefertseins auf, das vor allem ein Mädchen in seinen erotischen Beziehungen mit jungen Männern wiederfinden kann. Es kann sich dann in einer sexuellen Beziehung mißachtet und von der männlichen Gewalt übergangen fühlen. Häufig sucht es sich aber auch Partner heraus, die einen starken Bemächtigungsdrang haben und sexuell sehr dominant agieren.

Als junger Mann möchte man erobern und fühlt sich stark und potent, wenn man ein junges Mädchen "herumgekriegt" hat. Im Prinzip sucht der Jüngling einen Weg, auf dem er genauso beherrschend und auch arrogant sein kann, wie er vielleicht seinen Vater erlebt hat.

Erziehung: Karl möchte die ihm mächtig erscheinenden Personen greifbar haben und sich mit ihnen reiben können, um das Wesen ihrer Macht kennenzulernen und von ihnen dabei etwas lernen zu können. Natürlich kommt er dabei an Grenzsituationen, in denen sich sein Vorbild auch getestet und kontrolliert fühlen kann.

Astrologische Verbindungen bestehen zum Pluto im Löwen, zu Sonne-Pluto-Aspekten, zur Sonne im 8. Haus und zur Sonne im Skorpion.

 

 

Epilog

Nun, nachdem Sie einen kleinen Einblick aus astrologischer Sicht in das Leben Ihres Kindes gewonnen haben, werden Sie die bisher auffälligen Seiten Ihres Kindes einordnen können. Sollten Sie bei den "Astrologischen Verbindungen" Übereinstimmungen festgestellt haben, so bedeuten diese Übereinstimmungen eine Betonung des angegebenen Themas im Leben ihres Kindes, da es in verschiedenen Lebensbereichen mit der Thematik konfrontiert werden wird.

Zum Schluß sei noch einmal betont, daß ein Horoskop die subjektive Sichtweise und Erfahrungsweise des Kindes widerspiegelt. Als Erwachsener und vielleicht auch als Elternteil haben Sie natürlich nur die besten Absichten, mit denen Sie ein Kind ins Leben führen wollen. Vielleicht haben Sie feststellen müssen, daß ein Kind aber doch etwas anderes braucht, als Sie ihm zugedacht haben - eventuell mehr Freiheit oder klarere Grenzen. Zu ihrer Zufriedenheit konnten sie sicherlich viele Übereinstimmungen mit der astrologischen Sichtweise finden, die Sie ruhig als Bestärkung annehmen dürfen.

Doch völlig unabhängig von den astrologischen Zeichen hat jedes Kind Grundbedürfnisse - und ein Recht, daß es sie erfüllt bekommt. Für ein Kind ist die wichtigste Erfahrung, daß es von seinen Eltern angenommen und geliebt wird. Es muß sich in der Familie geschützt und geborgen fühlen können und sich in seiner Art als einmalig erleben dürfen. Genährt, gepflegt und umsorgt zu werden stellt sein Recht dar - was leider bis heute noch nicht für alle Kinder dieser Welt gelten kann. Oberstes Gebot der Erwachsenen sollte sein, daß sie ihr Kind niemals verletzen und seinen Körper in keiner auch nur denkbaren Weise mißbrauchen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, die für die Probleme ihrer Eltern zuständig sein können. Ein Kind kommt auch nicht als schon gut oder böse auf die Welt. Jedes Kind wird mit einem unschuldigen Wesen geboren und bringt einen Erfahrungsschatz mit, der sich im Augenblick der Geburt in seiner Seele manifestiert und nun sein Leben beeinflußt.

Am besten lassen Sie sich bei der Erziehung eines Kindes immer zuerst von ihrer Intuition und Ihrer Liebe leiten. Pädagogische Ratschläge sind dann notwendig, wenn Sie sich unsicher fühlen oder wenn Sie Hilfe brauchen.